FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Held der Arbeit. Ab 1950 nach sowj. Vorbild (s.a. sowj. Referenzmodell) verliehener staatlicher Ehrentitel und zugleich höchste Auszeichnung für Werktätige und Arbeiterveteranen beim wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau der DDR. Er wurde für „besonders bahnbrechende Leistungen in der materiellen Produktion, die für die dynam. und stabile Entwicklung der Volkswirtschaft von entscheidender Bedeutung sind, sowie für beispielgebende Initiativen und andere hervorragende Verdienste bei der Gestaltung der entwickelten sozialist. Gesellschaft“ verliehen. Der Titel konnte i.d.R. nur einmal errungen werden. Zu ihm gehörten eine Medaille, eine Urkunde und eine Prämie von 10 000 M. Die Verleihung fand am 7. Okt. durch den Vors. des Staatsrates auf Empfehlung des Ministerrates und in Übereinstimmung mit dem BuV des FDGB statt. Jährlich wurden bis zu 50 Auszeichnungen vergeben. Ein Träger des Titels war beispielsweise der Minister für Staatssicherheit (s. Staatssicherheitsdienst) Erich Mielke (*28.12.1907-21.5.2000), der 1964 und 1967 ausgezeichnet wurde.
A.W.