FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Fritz-Heckert-Medaille. Höchste gewerkschaftliche Auszeichnung des FDGB, die 1955 anlässlich dessen zehnjährigen Bestehens gestiftet wurde. Die Medaille wurde seit 1972 in den Stufen Silber, für langjährige große Verdienste, und Gold, für hervorragende und beispielhafte Verdienste in der Gewerkschaftsarbeit, verliehen. Zu diesen Verdiensten gehörten Leistungen für die Stärkung der sozialist. Gesellschaft, die Interessenvertretung der Werktätigen sowie für das internationale Ansehen der deutschen Arbeiterklasse. Weitere Verleihungsgründe waren 60., 65., 70. und 75. Geburtstage sowie 50-, 60-, und 70-jährige Gewerkschaftsjubiläen. Mit der Medaille konnten Gewerkschafter der DDR, internationale Gewerkschafter sowie Gewerkschaftskollektive einmalig ausgezeichnet werden. Die Verleihung erfolgte am Gründungstag des FDGB, dem 15. Juni, bzw. am Gründungstag der DDR, dem 7. Okt., durch das Präs. des BuV bzw. in dessen Auftrag. Zur Medaille gehörte eine Urkunde sowie bei Einzelauszeichnungen eine Prämie von 3 000 M für die Stufe Gold sowie seit 1965 eine monatliche Ehrenrente von 50 M für die Stufe Silber. In der Stufe Silber wurden jährlich bis zu 350, in der Stufe Gold bis zu 20 Medaillen verliehen. 1977 erfolgte eine erneute Erweiterung um die Stufe Bronze. Die Prämien betrugen seitdem 5 000 M für Stufe Gold, 2 500 M für Stufe Silber und 1 000 M für Stufe Bronze. Jährlich wurden von nun an 20 Gold-, 150 Silber- und 400 Bronzemedaillen verliehen.
A.W.