Retrodigitalisierte Periodika und Schriftenreihen in der Digitalen Bibliothek
Eine Gesamtliste digitalisierter Periodika von A bis Z finden Sie hier.
Titelblatt 2. Heft; Februar 1933
Die Arbeit (1924 - 1933)
Von der wirtschaftlichen Stabilisierung (1924) bis zur Unterdrückung durch die Nationalsozialisten (1933) gab der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) sein monatliches Theorieorgan "Die Arbeit. Zeitschrift für Gewerkschaftspolitik und Wirtschaftskunde" heraus. Die Redaktion lag in Händen des jungen Nationalökonom Lothar Erdmann (1888-1939). Die Zeitschrift stand auf fachlich hohem Niveau und gilt als beste Quelle zur Geschichte der Arbeitsbeziehungen der Zwischenkriegszeit in Deutschland. Das ambitionierte Digitalisierungsprojekt ermöglicht eine tiefe Erschließung des Blattes. Ilse Fischer (Archiv der sozialen Demokratie) führt mit ihrer Einleitung in die Struktur, Funktion und das gewerkschaftliche Umfeld der Zeitschrift ein.
Digitalisierungsprojekt
Titelblatt 14. Heft; Juli 1931
Arbeiterwohlfahrt (1926 - 1933)
Als die Nr. 1 der "Arbeiterwohlfahrt" am 1. Oktober 1926 erschien, hatte sich die herausgebende Organisation, der "Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt e.V.", bis heute allgemein bekannt als Arbeiterwohlfahrt (AWO), bereits am 23. April 1925 als eingetragener Verein (e.V.) beim Amtsgericht Berlin-Mitte (197-Nr.94.V.R.4440) (s. Niedrig, Heinz, Die Arbeiterwohlfahrt in der Zeit von 1933 - 1945, Marburg 2003, S. 21) registrieren lassen. Damit war die AWO zwar formal keine Untergliederung der SPD mehr, doch als solche war deren Gründung Ende 1919 nach vielfältigen vorhergehenden lokalen Initiativen (nicht zuletzt wegen der gesteigerten Verelendung der Bevölkerung und der vor allem Not leidenden Frauen und Kinder während und nach dem 1.Weltkrieg) und auf Anregung der damaligen Frauensekretärin des SPD-Vorstandes, Marie Juchacz, vom SPD-Parteivorstand gebilligt worden - wenn auch anfangs mit kritischen Vorbehalten ("von Frauen geprägter Verband", "zu viel fürsorgerische Kleinarbeit"; Niedrig, a.a.O., S. 20f).
( zitiert aus der Einleitung von Horst-Peter-Schulz)
Digitalisierungsprojekt

Archiv für Sozialgeschichte (1961 - )
Das seit 1961 jährlich erscheinende Archiv für Sozialgeschichte ist eine der großen, international anerkannten geschichtswissenschaftlichen Fachzeitschriften.
Das Archiv für Sozialgeschichte widmet sich der neueren Gesellschaftsgeschichte Deutschlands, Europas und Nordamerikas. Jeder Band enthält Aufsätze zu einem bestimmten Rahmenthema sowie umfangreiche Forschungsberichte und Sammelrezensionen zu den aktuellen Trends der Geschichtsschreibung. Einzelbesprechungen werden online veröffentlicht.
Das Archiv für Sozialgeschichte sowie die weiteren Reihenveröffentlichungen sind über den Buchhandel zu beziehen.
Die Zeitschrift ist online als Volltext zugänglich mit Ausnahme der jeweils aktuellen drei Jahrgänge.
Das Archiv für Sozialgeschichte als Volltext

Berliner Frauenzeitung "COURAGE (1976 - 1984)
Neun Jahre lang, von 1976 bis 1984, erscheint die Berliner Frauenzeitschrift COURAGE. Zuerst monatlich, später wöchentlich schreiben Frauen für Frauen über bisher tabuisierte Themen: Gewalt gegen Frauen, Frauenmedizin, Frauengeschichte und -politik, Sexualität , Frauenkunst, Frauendiskriminierung am Arbeitsplatz; Paragraph 218, Körperselbsterfahrung, Gewerkschaftsarbeit, Vergewaltigung, Frauenopposition in Osteuropa, Klitorisbeschneidung in Afrika, Frauenliteratur. Die autonome links-feministische COURAGE wird neben der EMMA Anfang der 80er Jahre zur bekanntesten Plattform der neuen Frauenbewegung.
Über eine Suchmaske kann nach thematischen Stichworten oder Verfasserinnen gesucht werden, ebenso ist ein zeitlicher Einstieg möglich.
Projekt Frauenzeitung COURAGE
"Der Funke. Ausgabe 1. Januar 1932
Der Funke : Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur / hrsg. vom Internationalen Sozialistischen Kampf-Bund (1932 - 1933)
Neben einer Suchmöglichkeit nach einzelnen Aufsätzen werden chronologische Übersichten angeboten, über die einzelne Ausgaben der Tageszeitung als PDF-Datei aufgerufen werden können. Auch bei der Aufsatzsuche wird auf die PDF-Datei der jeweiligen Ausgabe verlinkt.
Digitalisierungsprojekt
Titelblatt der Ausgabe November-Dezember 2004
Die "Gewerkschaftlichen Monatshefte" (1950 - 2004)
Die "Gewerkschaftlichen Monatshefte", herausgegeben vom Bundesvorstand des DGB, waren von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB.
Das Projekt "Online-Edition der Gewerkschaftlichen Monatshefte" wurde ermöglicht durch das Historische Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung und die Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem DGB. Die Retrodigitalisierung erfolgte unter der Federführung der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung durch Ursula Zatrieb (ehemalige Redaktionsassistentin, später: Office4MEE).
Online-Edition
Der "Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK)" und seine Publikationen
Im "ISK-Projekt" werden drei Periodika des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus der Exilzeit als ungekürzte Online-Ausgaben im Internet zugänglich gemacht:
Germany speaks (1940 u. 1942)
Renaissance (1941)
Europe speaks (1942 - 1947)
Die Periodika werden ungekürzt und mit allen Nebenausgaben publiziert und durch detaillierte Erläuterungen zu Personen, Zeitungen und Unternehmen erschlossen.
Parallel zur Online-Edition erscheint unter dem Titel "Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei / von Heiner Lindner" eine umfangreiche Broschüre, die gleichzeitig als Einleitung der ISK-Online-Edition dient und als PDF-Version zum Download angeboten wird.
ISK-Projekt
Titelblatt 1910
"Kleine Bibliothek" des Verlages J.H.W. Dietz Nachf (1908 - 1915)
Die Serie erschien mit 32 Bänden und enthielt meist populäre Einführungen in verschiedene Felder der Geistes-, Kultur- und Naturgeschichte. Die Autoren reichen von Heinrich Cunow über Karl Kautsky zu Otto Rühle. Die Ausgabe belegt illustrativ "wie man früher Sozialdemokrat wurde".
Ausgaben auflisten

"Monatsberichte über die Entwicklung in Polen" (1955 - 1965)
Das Ostbüro der SPD gab die Monatsberichte von 1955 bis 1965 heraus. Die Informationen basierten auf einer soliden Auswertung der polnischen Tagespresse. In Verbindung mit offiziellen Verlautbarungen und nicht-geheimen Unterlagen sollte über die Situation in Polen informiert werden. Der Dienst war als Information und nicht als Kritik ausgerichtet. Die vorgelegte digitalisierte Zeitschrift bietet einen sehr guten "Anschauungsunterricht" über die Quellen, die dem politischen Umfeld der deutschen Sozialdemokratie bei der Beurteilung über die Situation in Polen zur Verfügung standen. Rezeptionshistorisch sind deshalb die Berichte von ganz außerordentlicher Bedeutung. Über Struktur und Funktion der Monatsberichte informiert der langjährige Betreuer der Bestände des Ostbüros im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Horst Peter Schulz, in seiner Einführung zur vorliegenden Internetedition.
Die Berichte wurden mit Hilfe der Erich-Brost-Stiftung digitalisiert und benutzergerecht aufgearbeitet.
Digitalisierungsprojekt
Die "Neue Gesellschaft" (Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte)
vorläufiger Zugang zum Digitalisierungsprojekt: http://library.fes.de/cgi-bin/populo/ng.pl
Die "Neue Zeit" vom 22. August 1913
Die neue Zeit : Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie (1883 - 1923)
"Trotz ihres finalen Siechtums aber war die "Neue Zeit" als intellektuelles Forum der europäischen sozialistischen Intelligenz vor dem Ersten Weltkrieg ein singuläres Projekt, das keine vergleichbaren Vorgänger hatte und nicht entfernt einen solchen Nachfolger fand." Aus der Einleitung zur Online-Edition von Till Schelz-Brandenburg.
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Außerordentlicher SPD-Parteitag in Bad Godesberg 1959 Foto: AdsD
Sozialdemokratische Parteitage (1890 - 1959)
Protokolle über die Verhandlungen der Parteitage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands
Im Rahmen eines langfristig angelegten Projektes, die zentralen Quellen der deutschen Sozialdemokratie ins Netz zu legen, hat die Bibliothek damit begonnen, die ersten Protokolle über die Verhandlungen der Parteitage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (1890 ff.) digital zu veröffentlichen.
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Sozialistische Mitteilungen (1939 - 1948)
Die Friedrich-Ebert-Stiftung stellte im Dezember 2003 die Online-Edition der "Sozialistischen Mitteilungen" (SM) ins Netz, jenen Newsletter also, der vom Exilvorstand der SPD zwischen 1939 und 1948 in London herausgegeben wurde. Die SM werden einschließlich der mehr als 50 Beilagen ungekürzt und authentisch wiedergegeben und durch detaillierte Erläuterungen zu Personen und Organisationen erschlossen.
Online-Edition
Titelblatt, 25. Heft, 1912
Sozialistische Monatshefte (1897 - 1933)
Die Zeitschrift "Sozialistische Monatshefte" (Vorgänger: "Der Sozialistische Akademiker") erschien von 1897 bis 1933 als Theorieorgan im Umfeld der deutschen Sozialdemokratie. Obgleich kein "offizielles" Parteiorgan, publizierten führende Vertreter der nationalen und internationalen Arbeiterbewegung in dem Blatt. Politisch standen die "Sozialistischen Monatshefte" dem revisionistischen Flügel innerhalb der Sozialdemokratie nahe. Das offizielle Theorieorgan "Die Neue Zeit" und die "Sozialistischen Monatshefte" waren die Publikationsorte, in denen auf hohem intellektuellen Niveau über die Ziele der Arbeiterbewegung diskutiert und gerungen wurde. Die von der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitete "Online-Edition der Sozialistischen Monatshefte" ermöglicht mit ihrer Tiefenerschließung auf Artikelebene einen komfortablen Zugang zu den 4500 Beiträgen des Organs. Hubert Woltering analysiert in der Einleitung die Themen des Blattes und wirft einen Blick auf die Struktur der Autorinnen und Autoren.
Online-Edition
"Der Westdeutsche Naturfreund", Ausgabe Januar 1930
Zeitschriften des Touristenvereins "Die Naturfreunde" (1921 - 1933)
Digitalisierungsprojekt

