Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den
Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger
Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der
Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999
In Mansfeld beschließen die Bergarbeiter - die zum Teil in "gelben Gewerkschaften" organisiert sind und deren Wahlkreis durch einen Vertreter der Reichspartei im Reichstag vertreten wird - zu streiken, nachdem zahlreiche Arbeiter wegen ihrer Zugehörigkeit zum sozialdemokratischen Bergarbeiterverband fristlos entlassen worden waren. Am 22. Oktober streiken 10.000 Arbeiter auf allen Schächten. Militär wird in das Streikgebiet geschickt. Am 11. November 1909 wird beschlossen, den Streik abzubrechen, da der Unternehmerverband über ganz Deutschland die Sperrung von Arbeitskräften aus dem Mansfelder Revier verhängt.
Stichtag:
4. Oktober / 13. November 1909
Zudem verlangt die Mansfelder Bergwerksgesellschaft als Vorbedingung einer Wiedereinstellung den Austritt aus dem Bergarbeiterverband. Die Bergleute, die sich weigern, werden 14 Tage ausgesperrt.