Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den
Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger
Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der
Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999
Eine Konferenz aller auf den Werften vertretenen Gewerkschaften, der Deutsche Metallarbeiterverband, der Deutsche Holzarbeiterverband, der Zentralverband der Schmiede, der Verband der Kupferschmiede, der Verband der Schiffszimmerer, der Verband der Heizer und Maschinisten, der Verband der Maler, der Fabrikarbeiterverband, setzt eine Kommission zusammen, welche den Namen Central-Werft-Kommission führt und ihren Sitz in Hamburg hat.
Stichtag:
2./3. Januar 1909
Die Kommission hat folgende Aufgaben:
Alle Vorgänge auf den Werften, die zu Konflikten im Arbeitsverhältnis führen können, fortlaufend zu beobachten und Stellung dazu zu nehmen.
Erforderlichenfalls im Einverständnis mit den Centralvorständen Verhandlungen mit den Schiffswerften anzubahnen.
Bei Lohnbewegungen für eine einheitliche Berichterstattung an die Presse Sorge zu tragen.
Die Genehmigung von Angriffs- oder Abwehrbewegungen auf den Werften darf ohne vorherige Anhörung der Kommission von keiner Organisation erfolgen. Auf den Privatwerften gehören 21.730 Arbeiter den freien Gewerkschaften an, gleich 62,8 Prozent der Beschäftigten, davon sind im Metallarbeiterverbande 58,5 Prozent, im Fabrikarbeiterverbande 10,8 Prozent, im Schmiedeverbande 7,5 Prozent, im Schiffszimmererverbande 4,8 Prozent, im Malerverbande 1,5 Prozent, im Kupferschmiedeverbande 1,4 Prozent, im Maschinistenverbande 1,3 Prozent, in sonstigen freien Gewerkschaften 4,6 Prozent organisiert.