Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den
Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger
Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der
Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999
Nach einem Wahlkampf mit sehr starken nationalistischen Parolen - die sogenannten Hugenottenwahlen - gewinnt die SPD bei den Reichstagswahlen dennoch 250.000 Stimmen. Trotz des Stimmengewinns verliert die Partei beinahe die Hälfte ihrer Mandate und zieht nur noch mit 43 Abgeordneten, das sind 10,8%, in den neuen Reichstag. Das Zentrum erhält 104 Mandate, obwohl mehr als 1 Million Stimmen weniger für diese Partei abgeben werden.
Stichtag:
25. Januar 1907
Es beginnt die Ära der "Blockpolitik", des Bündnisses von Konservativen und Liberalen.
Dem neuen Reichstag gehören 12 führende sozialdemokratische Gewerkschafter an, darunter T. Bömelburg, Hue, C. Legien, Sachse, Robert Schmidt und C. Severing.
Während die Gewerkvereine keinen Abgeordneten im Reichstag haben, sind es bei den christlichen Gewerkschaften u.a.: I. Giesberts, Schiffer.