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TITEL/INHALT

Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999

Stichtag:
13./18. August 1906

Der Verbandstag des Verbandes der Schneider, Schneiderinnen und verwandten Berufsgenossen in Berlin beschließt, daß keine Verwaltungsstelle ohne Zustimmung des Vorstandes eine Lohnbewegung beginnen kann.
Die Delegierten sind mit der Einführung eines einheitlichen Tarifvertrags einverstanden. Sie verlangen aber die Bildung einer obligatorischen Tarif-Überwachungskommission.
Für die Beschäftigten in der Herren- und Damenkonfektion werden Forderungen zur Verbesserung ihrer Lage beschlossen, wie u.a. die Einführung von Betriebswerkstätten, um das Zwischenmeistersystem zu beseitigen, die Einführung von Wochen- bzw. Zeitlöhnen, sämtliche Arbeitsgeräte sind vom Arbeitgeber zu liefern.
Der Verbandstag verlangt ein durchgreifendes Heimarbeiterschutzgesetz.
Die Beschlüsse des Gewerkschaftskongresses in Köln zum Massenstreik und zur Maifeier werden nicht akzeptiert.
Die Zeitung und die Verbandsfunktionäre werden verpflichtet, auf die Gefahren des Alkohols hinzuweisen.



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net edition fes-library | 1999