Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den
Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger
Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der
Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999
Die Generalversammlung des Verbandes der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in Leipzig beschließt den Anschluß an den Holzarbeiterverband. Ein Kongreß der Handelshilfsarbeiter in Berlin fordert u.a. eine reichsgesetzliche Festlegung der Arbeitszeit auf 9 Stunden, einheitliche gesetzliche Durchführung des Achtuhrladen-, Geschäfts- und Arbeitsschlusses für alle Handelsbetriebe, vollständige Sonntagsruhe für alle kaufmännischen Betriebe, die Ausdehnung der Unfallversicherung auf das gesamte Handelsgewerbe, Verbot des Kost- und Logiszwanges, Verbot der Verwendung jugendlicher Arbeiter unter 21 Jahren als Transportradfahrer und Errichtung von Handelsinspektoren. Der Verbandstag des Kürschnerverbandes in Weißenfels beschließt eine Kranken- und Sterbeunterstützung einzuführen. Der erste Vorsitzende wird fest besoldet.
Stichtag:
16./18. April 1906