DIGITALE BIBLIOTHEK DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG

DEKORATION DIGITALE BIBLIOTHEK DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG DEKORATION


TITEL/INHALT

Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999

Stichtag:
29. Mai / 2. Juni 1898

Ein außerordentlicher Kongreß der Steinarbeiter in Würzburg beschließt gegen eine Stimme, sich der Generalkommission anzuschließen, nachdem die Delegierten auf den Kongressen 1896 und 1897 diesen Schritt noch abgelehnt hatten. Funktionäre des 1884 gegründeten Steinmetzverbandes waren 1887/1888 nach mehreren Streiks starken Verfolgungen ausgesetzt. In den kommenden Jahren setzten sich "lokalistische" Strukturen durch, ohne daß die Steinmetze in das Lager der "Lokalisten" wechseln.
Durch eine Urabstimmung hatten sich die Steinarbeiter für die Herausgabe einer eigenen Zeitung "Der Steinarbeiter" entschieden - sie erscheint seit dem 1. Oktober 1897 - und abgelehnt, das Zentralorgan der Lokalisten "Die Einigkeit" als Fachorgan zu übernehmen.
Die formelle Umwandlung in eine Zentralorganisation wird erst später vollzogen. Am 1. Januar 1903 konstituiert sich der "Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands".

Der Kongreß der Steinarbeiter in Würzburg beschließt den Anschluß an die Generalkommission, Steinbildhauern welche sich zur Steinarbeiterorganisation melden, wird zunächst der Beitritt zum Verband der Bildhauer empfohlen.
Nach dem neuen Streikreglement ist die zentrale Geschäftsleitung zwei Monate vor Beginn eines Angriffsstreiks zu unterrichten. Ein Angriffsstreik soll nur begonnen werden, wenn drei Viertel der im Ort beschäftigten Steinarbeiter organisiert sind und ein volles Jahr Beiträge gezahlt haben.



Vorhergehender StichtagInhaltsverzeichnisFolgender Stichtag


net edition fes-library | 1999