DIGITALE BIBLIOTHEK DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG

DEKORATION DIGITALE BIBLIOTHEK DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG DEKORATION


TITEL/INHALT

Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999

Stichtag:
25. April 1837

Im Badischen Landtag bringt der Katholik Franz Josef Ritter von Buß, Professor in Freiburg, einen umfangreichen Antrag zum öffentlichen Arbeiterschutz ein. Er fordert Hilfskassen mit Beiträgen der Fabrikherrn für Kranke und Unfallgeschädigte, ein scharfes Truckverbot - Lohnzahlung in Form von Lebensmittelabgaben -, vierteljährige Kündigungsfrist, Beschränkung der Arbeitszeit für Kinder, Verbot der Nachtarbeit und Kinderarbeit bis zu einer bestimmten Altersgrenze, Beschränkung der Arbeitszeit auf 14 Stunden, Fabrikaufsicht, Unfallverhütungsvorschriften und Fachschulung jugendlicher und erwachsener Arbeiter. Die Badische Kammer verhandelt den Antrag nicht.
1904 schreibt August Bebel, Buß bleibe der Ruhm, der erste parlamentarische Vertreter des Arbeitsschutzes zu sein.



Vorhergehender StichtagInhaltsverzeichnisFolgender Stichtag


net edition fes-library | 1999