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Vorbemerkung


Rechtsextreme Parteien erhalten zweistellige Ergebnisse bei Landtagswahlen; Flüchtlinge und Asylbewerber werden auf offener Straße angegriffen; über das Internet werden rechtsradikale Inhalte verbreitet; jüdische Grabstellen werden geschändet; Konzerte der rechten Musikszene haben regen Zuspruch. Diese Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit zeigen die unterschiedlichen Formen des Rechtsextremismus und verdeutlichen die hohe Aktualität dieses Themas. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, daß sich immer häufiger fremdenfeindliche und rassistische Einstellungen in Gewalttaten gegen Ausländer und andere als „fremd" empfundene Personen manifestieren.

Nach wie vor stellen rechtsextreme Organisationen und Orientierungen eine Gefahr für die demokratischen Grundwerte unseres Gemeinwesens und das friedliche Zusammenleben mit ethnischen Minderheiten in den Kommunen dar. Ihnen liegen im Kern nationalistische Ideologien zugrunde. Sie sind geprägt von Überlegenheitsgefühlen gegenüber anderen Völkern und Staaten. Menschen mit einer anderen ethnischen Herkunft werden als minderwertig empfunden und diskriminiert.

Mit dem Thema „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im vereinten Deutschland: Erscheinungsformen und Gegenstrategien" hat sich deshalb der Gesprächskreis Arbeit und Soziales am 22. Oktober 1999 in Berlin beschäftigt. Mit Politikern, Wissenschaftlern und Praktikern haben wir die Fragen erörtert, was die Ursachen für das Entstehen fremdenfeindlicher und rassistischer Einstellungen und rechtsextremer Parteien sind und wie eine gesamtgesellschaftliche Strategie zur Bekämpfung dieser Phänomene aussehen kann. Wir wünschen uns, daß die in dieser Broschüre abgedruckten Referate die öffentliche Diskussion über diese wichtige gesellschaftspolitische Frage anregen wird.

Danken möchte ich besonders der Franziska und Otto Bennemann Stiftung, die uns durch ihre finanzielle Unterstützung die Durchführung dieser Konferenz erst ermöglicht hat.

Bonn, Dezember 1999

Ursula Mehrländer

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