Chronik der deutschen Sozialdemokratie / Franz Osterroth ; Dieter Schuster. -
[Electronic ed.]. - Berlin [u.a.]
Bei den Reichstagswahlen gewinnen die Sozialdemokraten rund 350 000 Stimmen. Mit 1,7 Millionen Stimmen behaupten sie ihre Stellung als stärkste Partei, gefolgt vom Zentrum mit 1,4 Millionen. Die Partei zieht mit 44 Abgeordneten in den Reichstag. Auf sie entfallen 23,3 Prozent der Stimmen und 14,1 Prozent der Mandate. Die Sozialdemokratie hatte in 386 von 397 Wahlkreisen eigene Kandidaten aufgestellt. Für die Antisemiten werden 260 000 gegenüber 47 000 Stimmen 1890 abgegeben. Verlierer der Wahl sind die Freisinnigen, die die Hälfte ihrer Mandate einbüßen. Zum ersten Mal liegt die Durchführung des Wahlkampfes stärker bei den Provinz- bzw. Landesorganisationen der Partei.
1. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. 2., neu bearb. und erw. Aufl. 1975.
Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2001
Stichtag:
15.Juni 1893