Kulturpolitik ist streitbar – und das nicht erst seit gestern. Ob es um das Verständnis von Kunst und Kultur, um öffentliche Förderung oder um gesellschaftliche Relevanz geht: Konflikte im Kulturbereich sind vielfältig, komplex und oft von Machtasymmetrien geprägt. Doch was heißt das konkret für Kulturpolitik und -förderung in Zeiten, in denen der gesellschaftliche Konsens über den Wert von Kunst und Kultur zu bröckeln scheint? In ihrem Impulspapier „Kulturpolitik des Konflikts“ zeigt Friederike Landau-Donnelly, warum Konflikte nicht als Störfaktor, sondern als Gestaltungsressource für Demokratie verstanden werden sollten. Sie bietet ein praxisnahes Werkzeug, um Werte- und Ressourcenkonflikte im Kulturbereich zu erkennen und konstruktiv zu verhandeln.