Erstes Gesetz zur Änderung des AÜG - Eine verpasste Chance für die Integration der Leiharbeit in die Betriebsverfassung.

  • Der Beitrag zeigt die Schwachstellen und Versäumnisse im »Ersten Gesetz zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes«. Von diesem Gesetz ist ein Teil der Regelungen, insb. die, die von Schlecker genutzte Drehtürmethode betreffen, am Tag nach der Verkündung, am 30.4.11, in Kraft getreten Im Übrigen tritt es am 1.12.11 in Kraft. Der Autor untersucht, welche wichtigen Regelungsfragen bei der Gesetzgebung »verdrängt« wurden. Er kommt zu dem Ergebnis, dass dieses Gesetz ein klares Bekenntnis zu einer effektiven betrieblichen Interessenvertretung der Leih-AN scheut und es naiv wäre anzunehmen, der gegenwärtige Gesetzgeber könnte sich zu einer systematischen und in sich stimmigen Neuregelung entschließen. Diese Aufgabe wälzt der aktuelle Gesetzgeber auf die Rspr. ab. Der Autor fordert den für die AN-Überlassung als Fachsenat zust. 7. Senat des BAG auf, entweder seine Kumulationstheorie, nach der der AN mit dem Betriebsinhaber sowohl vertraglich verbunden als auch tatsächlich in den Betrieb eingegliedert sein muss, zu überprüfen oder im laufenden Rechtsbeschwerdeverfahren 7 ABR 24/11 ein Normenkontrollverfahren gem. Art. 100 GG einzuleiten.
  • This article points out the flaws and omissions in the ″First Act Amending the German Act on Labour Leasing″. Some of the provisions of this act, especially those that pertain to the revolving door method used by Schlecker, take effect on the day after it is promulgated: 30 April 2011; the rest come into force on 1 December 2011. The author examines which important regulatory issues were "repressed" in the legislative process. He comes to the conclusion that the First Act Amending the German Act on Labour Leasing shies away from a clear avowal of effective works council representation of the interests of temporary employees. Furthermore, he finds that it would be naive to assume that today′s legislators could decide to enact new, systematic and consistent regulations. Current legislators have forced this task on the judiciary. The author calls for the 7th chamber of the German Federal Labour Court, which has jurisdiction as a specialist chamber, to either review its Kumulationstheorie (according to which the employee must be both contractually bound to the proprietor and actually integrated in the company) or initiate constitutionality proceedings pursuant to Art. 100 Basic Law in the pending appeal proceeding 7 ABR 24/11

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Metadaten
Author:F. J. Düwell
Parent Title (German):Arbeit und Recht (FRG 075);
Document Type:Other
Language:German
Year of first Publication:2011
Release Date:2016/02/18
Tag:Als PDF, als e-paper und/oder als abstract vorhanden; Arbeitnehmer; Arbeitsgericht; Arbeitsmarktpolitik; Arbeitsrecht; Atypische Beschäftigung; Betriebsrat; Einzelhandel; Gesetzgebung; Gleichbehandlung; Rechtlicher Aspekt; Unternehmen; Zeitarbeit
Issue:07
First Page:288
Last Page:290
DEGPOL (European trade union policy):

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