Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung: Aktuelles
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Februar 2012
Karneval 2012 - Öffnungszeiten der BibliothekBitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten: Weiberfastnacht (Donnerstag, 16.02.2012) ist die Bibliothek nur von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet, Rosenmontag (20.02.2012) bleibt die Bibliothek geschlossen.
November 2011
Wechsel der BibliotheksleitungIm Oktober hat die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung ihren bisherigen Leiter, Dr. Rüdiger Zimmermann, in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Jacques Paparo, der die Leitung der Bibliothek zum 1. November 2011 übernommen hat.
September 2011
Ausstellung "Gott grüß' die Kunst!" im Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen
Vom 2. September bis 30. Oktober zeigt die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem ver.di-Fachbereich Medien, Kunst und Industrie in Berlin-Brandenburg sowie dem Karl-Richter-Verein im Deutschen Zeitungsmuseum die Ausstellung: "Gott grüß' die Kunst!" Illustrationen und Festschriften der gewerkschaftlich organisierten Drucker, Setzer und Hilfsarbeiterinnen.
Die Ausstellung dokumentiert die besondere Fest- und Feierkultur der gewerkschaftlich organisierten Arbeiterinnen und Arbeiter im Kaiserreich und der Weimarer Republik. Im Mittelpunkt stehen Zeugnisse der Arbeiterkultur der Lithographen und Steindrucker. Die präsentierten Gedenkblätter und Festschriften stammen aus Arbeiterbibliotheken und wurden nach 1933 von den Nationalsozialisten geplündert und verstreut. Heute haben alle Exponate in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn einen sicheren Aufbewahrungsort gefunden.
Zur Eröffnung am 2. 9. 2011 um 19.00 Uhr sprechen: Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, Geschäftsführender Vorstand
Stiftung Saarländischer Kultur; Dr. Roger Münch, Direktor des Deutschen Zeitungsmuseum; Dr. Rüdiger Zimmermann, Leiter der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
Adresse & Wegbeschreibung:
Deutsches Zeitungsmuseum
August 2011
Restitution von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut an
die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Zentral- und Landesbibliothek
Berlin (ZLB)
Am 31. August 2011 gibt die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) im Rahmen einer Festveranstaltung knapp 70 Bücher an die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, der rechtmäßigen Eigentümerin, zurück. Bei den Werken handelt es sich um NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut, welches der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und den deutschen Gewerkschaften während der NS-Herrschaft geraubt wurden. Die Bücher waren über die Magazine der Bibliothek der ZLB verteilt und konnten nur über Stempel, Signaturen und anderen Kennzeichen identifiziert werden. Unter den Werken findet sich auch eine 1883 in New York erschienene englische Ausgabe des Kommunistischen Manifestes, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Bibliothek Friedrich Engels' stammt und den Stempel der SPD-Parteibibliothek trägt.
Ein Grußwort spricht André Schmitz, Berliner Staatssekretär für Kultur.
Den Festvortrag "Ausgeraubt - aber nicht verloren. Zum Schicksal der Arbeiter- und
Gewerkschaftsbibliotheken während des Nationalsozialismus" hält Dr. Rüdiger Zimmermann, Leiter der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Ort der Veranstaltung: Zentral- und Landesbibliothek Berlin | Haus Berliner Stadtbibliothek
Berlin-Saal (Zugang nicht barrierefrei) | Breite Straße 36 | 10178 Berlin
Nähere Angaben zur Veranstaltung über die Internetseite der
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Juni 2011
Quellenedition zu Protokollen des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer
Am 25. Juni 2011 präsentiert die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen der Berliner Feier zum Johannisfest 2011 des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Berlin-Brandenburg die Quellenedition
"Er machte dann Mitteilung über die erfolgte Hausdurchsuchung des Gewerkschaftshauses durch die Organe der NSDAP" :
Protokolle der Versammlungen des Bezirks 1 (NW) des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer vom 7. Juni 1932 bis 14. März 1933 ; eine Quellenedition der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Karl-Richter-Vereins e.V. / bearb. von Rüdiger Zimmermann. . - Bonn, 2011. - 47 S. : Ill..
(Veröffentlichungen der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung ; 22) - ISBN 978-3-86872-747-0
Die gemeinsame Edition der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Karl-Richter-Vereins zur Förderung der Erforschung zur Geschichte und Tradition der Buchdrucker e.V. dokumentiert die Versammlungen des Bezirks 1 des Gauvereins Berlin des Verbandes der Deutschen Buchdrucker vom 7. Juni 1932 bis zum 14. März 1933. Es handelt sich im Original um handschriftliche Verlaufsprotokolle, die Diskussionen, politische Einschätzungen und Beschlüsse einer lokalen Gewerkschaftsorganisation abbilden und die Stimmung kurz vor und nach der nationalsozialistischen Machtergreifung spiegeln.
Die Dokumentation kann kostenlos bei Hilke Everding im Sekretariat der Bibliothek bestellt werden
Mai 2011
Bibliothek schaltet weitere digitalisierte SPD-Zeitungen frei
Nach der Breslauer „Volkswacht für Schlesien“ legt die Bibliothek der FES zwei weitere wichtige sozialdemokratische Tageszeitungen ins Netz. Es handelt sich um den „Lübecker Volksboten“ und die Magdeburger „Volksstimme“, die mit ihren Ausgaben aus dem späten Kaiserreich bis zum Ende der Weimarer Republik als „Images“ digitalisiert wurden.
Beide Tageszeitungen spielten in der Vorkriegsgeschichte der Sozialdemokratie eine zentrale Rolle. Der „Lübecker Volksbote“ wurde seit 1927 von Julius Leber geprägt. Willy Brandt verdiente im Lübecker SPD-Blatt seine ersten journalistischen Sporen.
Am Magdeburger Parteiorgan arbeiteten bedeutende Kultursozialisten wie Paul Kampffmeyer, August Schulz und Emil Reinhardt Müller mit. Einige Magdeburger Sozialdemokraten, welche die frühe Bundesrepublik prägten (Erich Ollenhauer und Ernst Thape), gehörten in der Schlussphase der Weimarer Republik zu den ständigen Mitarbeitern des Blattes.
In der Europeana – Europas Online-Bibliothek – werden die Zeitungen das kulturelle Erbe der deutschen Sozialdemokratie in Europa repräsentieren.
Link zur Online-Edition: Volksstimme (Magedeburg)
Link zur Online-Edition: Lübecker Volksbote
Mai 2011
Öffentliche Lesung mit Uwe Timm: "Der Mann auf dem Hochrad"
Am 31. Mai 2011 findet um 18.00 Uhr im Bonner Haus der Friedrich-Ebert-Stifung eine Lesung mit Uwe Timm statt, die eingebunden ist in die Auftaktveranstaltung der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" und begleitet wird von einer Ausstellung der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Arbeiterradfahr- und Arbeitersportbewegung.
Zur Anmeldung nutzen Sie bitte die Karte im Flyer der Veranstaltung. Alternativ können Sie sich per E-Mail bei Hilke Everding im Sekretariat der Bibliothek anmelden.

April 2011
SUB Göttingen restituiert Bücher an die Bibliothek der FES
Im Rahmen ihres von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Forschungsprojektes "Ermittlung und Restitution von NS-Raubgut an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen" findet in Kooperation zwischen der SUB Göttingen und der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung am Donnerstag, den 14. April 2011 um 14.00 Uhr im Foyer der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, Bonn, eine feierliche Bücherübergabe statt.
Im Mittelpunkt der öffentlichen Veranstaltung steht der SPD-Politiker Dr. Heinrich Troeger, Gegner der nationalsozialistischen Diktatur und späterer hessischer Finanzminister sowie Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, dessen Nachlass sich im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung befindet. Nach seiner Entlassung aus der sogenannten Schutzhaft sah sich Heinrich Troeger im Oktober 1933 genötigt, sich von 72 Büchern sozialistischen und zeitgenössisch antifaschistischen Inhalts zu trennen, um sich bei weiterer Verfolgung nicht zusätzlich zu gefährden, und gab sie an die Göttinger Universitätsbibliothek. Seit 1933 nahm die Göttinger Universitätsbibliothek Bücher und Zeitschriften von aufgelösten Organisationen und von vom NS-Regime verfolgten Familien und Einzelpersonen in ihre Bestände auf, darunter auch damals verbotene Literatur. Auf Wunsch der Familie Troeger, die von der SUB Göttingen wegen einer Restitution kontaktiert worden war, führt die SUB Göttingen diese Bücher der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung zu, deren Hauptsammelgebiet die "Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung" bildet.
Die SUB Göttingen gibt damit Bücher zurück, deren Aufnahme in ihren Bestand nicht rechtens war, und bedauert, dass dies erst mit so großem zeitlichem Verzug geschieht. Sie stellt diese Überlieferung wieder in den Zusammenhang, in den sie gehört. Diese Restitution versteht sich als ein Beitrag zur Auseinandersetzung von Bibliotheken mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ihrer Einrichtung und ihres Berufsstandes.
Um der Opfer von nationalsozialistischer Verfolgung und Repression zu gedenken und die politische Bedeutung einer solchen Restitution nach außen sichtbar zu machen, lädt die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung zusammen mit der SUB Göttingen zur Übergabe der Bücher an die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung ein.
Im Rahmen der Übergabe wird der Direktor der SUB Göttingen, Prof. Dr. Norbert Lossau, das Göttinger Forschungsprojekt vorstellen. Frau Dr. Juliane Deinert, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekts, wird die Erwerbungsumstände dieses Buchbestandes darlegen. Der Leiter der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dr. Rüdiger Zimmermann, wird zur Restitutionsproblematik im Bibliothekswesen sprechen.
April 2011
Bibliothek schaltet Breslauer "Volkswacht" als erste digitalisierte Tageszeitung im Netz frei.
Im Rahmen des Kooperationsprojektes zwischen der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Universitätsbibliothek Wroclaw digitalisierte die Bibliothek der FES die sozialdemokratische Breslauer Volkswacht mit den Jahrgängen 1891 bis 1925.
Unter Leitung bedeutender Chefredakteure wie Julius Bruhns (1860-1927) und Paul Löbe (1875-1967) zählte die Volkswacht zu den bedeutendsten sozialdemokratischen Tageszeitungen im Kaiserreich und der Weimarer Republik.
Gemeinsam mit anderen Quellen der Breslauer Arbeiterbewegung ist die elektronische Ausgabe der "Volkswacht" in das Portal "Breslauer Arbeiterbewegung" integriert. Das Projekt wurde von der Erich-Brost-Schenkung finanziell unterstützt. 2011 sollen die fehlenden Jahrgänge und weitere Tageszeitungen der niederschlesischen Arbeiterbewegung digitalisiert werden.
Link zur Online-Edition: Volkswacht für Schlesien
März 2011
Bibliothek schaltet weitere Erschließungen der "Neuen Zeit" frei.
Seit 2009 liegt die Volltextedition der sozialdemokratischen Theoriezeitschrift
"Die Neue Zeit <1883-1923>", die maßgeblich von Karl Kautsky redigiert und beeinflusst wurde,
im Netz.(http://library.fes.de/nz/index.html)
Als "intellektuelles Forum der europäischen sozialistischen Intelligenz vor dem Ersten Weltkrieg" (Till Schelz-Brandenburg) vereinigte die Zeitschrift alle Autoren und Autorinnen von Rang der internationalen Arbeiterbewegung.
Die Erschließung der Zeitschrift auf Artikel- und Rezensionsebene wurde sukzessive erweitert, um einen differenzierten Zugriff auf das zentrale theoretische Organ des internationalen Sozialismus der II. Internationale zu ermöglichen.
Anlässlich der Eröffnung des Luise & Karl Kautsky-Hauses im März 2011 in Berlin, als zentraler Bildungs- und Begegnungsstätte der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken, schaltet die Bibliothek die erschlossene Jahrgänge der "Neuen Zeit" bis März 1914 frei. Damit wird ein Großteil des intellektuellen Werkes des Nestors des Demokratischen Sozialismus im Volltext recherchierbar.
Link zur Online-Edition: Die Neue Zeit

Februar 2011
Bibliothek schaltet digitalisierte Gewerkschaftszeitungen frei.
Für drei Jahre unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft Imagedigitalisierungen von Presseorganen der deutschen Arbeitergewerkschaften vor 1933. Berücksichtigt werden die drei großen Ströme der deutschen Gewerkschaftsbewegung, die sich nach 1945 in einer überparteilichen Einheitsgewerkschaft vereinigt haben: liberale, christliche und "freie" Gewerkschaften (sozialdemokratisch/sozialistisch).
Viele nationale und internationale Archive und Bibliotheken unterstützen das Projekt. Weit verstreute Gewerkschaftszeitungen sind somit "in einem Stück" lesbar. Die erste "Digitalisierungstranche" dokumentiert hauptsächlich Verbandsorgane des graphischen Gewerbes.
Link zur Online-Edition: Gewerkschaftspresse
Februar 2011
Bibliothek stellt Datenbank Hans-Jochen Vogel ins Netz
Nach der Veranstaltung „Denkmal oder lebendiges Arbeitsinstrument? Politikerdatenbanken im Netz“ schaltete die Bibliothek anlässlich des 85. Geburtstag des großen sozialdemokratischen Politikers ihre „Vogel-Datenbank“ frei.
Diese Datenbank verzeichnet Veröffentlichungen, Pressemeldungen, Interviews, Reden usw. von Hans-Jochen Vogel seit 1950 bis heute und wird weiter ergänzt und fortgeführt. Inzwischen sind bereits über 6300 Titel erfasst, die teilweise (meistens Pressedienste) auch als Volltexte im Internet eingesehen werden können. Bei allen anderen Publikationen ist ein Standort angegeben, wo diese Texte vorhanden sind: Bibliothek oder Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung bzw. der Bibliotheksverbund, der den jeweiligen Text nachweist.
Januar 2011
Einladung zur Eröffnung der Datenbank Hans-Jochen Vogel
1. Februar 2011, 17.00 Uhr im Kleinen Sitzungssaal der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
Aus Anlass des bevorstehenden 85. Geburtstag von Hans-Jochen Vogel schaltet die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung die von ihr aufgebaute Datenbank Hans-Jochen Vogel frei. Zu diesem besonderen Ereignis veranstaltet die Bibliothek einen Workshop, auf dem über Struktur und Funktion von Politikerdatenbanken im Netz berichtet und diskutiert werden soll.
Denkmal oder lebendiges Arbeitsinstrument? Politikerdatenbanken im Netz
17.00 Begrüßung Dr. Rüdiger Zimmermann (Leiter der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung)
17.10 Professor Dr. Hermann Rösch (Fachhochschule Köln)/Ruth Großgart (Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung)
Willy Brandt - Bibliographie und Datenbank im Netz
17.40 Werner Tannhof (Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg)
Helmut Schmidt - Bibliographie und Datenbank im Netz
18.10 Anne Bärhausen/Dr. Rüdiger Zimmermann (Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung)
Hans-Jochen Vogel - Datenbank im Netz
Anschließend kleiner Empfang
Es besteht ab 15.30 wahlweise die Möglichkeit einer Bibliotheksführung oder einer Führung durch das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (Nachlass Willy Brandt, Depositum Dr. Hans-Jochen Vogel, Depositum Helmut Schmidt
Sie können sich per E-Mail bei Hilke Everding im Sekretariat der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung anmelden.
Zum Flyer der Veranstaltung: Denkmal oder lebendiges Arbeitsinstrument?

Dezember 2010
Bibliothek schaltet Pilotprojekt zur Sicherung und Demokratisierung zentraler Quellen der Angestelltenbewegung frei
Das Gemeinschaftsprojekt der Hans-Böckler-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung dokumentiert die wichtigsten Gewerkschaftszeitungen der freigewerkschaftlichen Angestelltenbewegung bis zum Jahr 1933.
Folgende Gewerkschaftszeitungen wurden digitalisiert:
|
Link zur Online-Edition: Das gedruckte Gedächtnis der Tertiarisierung
Angestelltengewerkschaft und Presse, Berlin 1928
Dezember 2010
Einladung zum Workshop:
Das gedruckte Gedächtnis der Tertiarisierung im World Wide Web
Die Sicherung und Demokratisierung gewerkschaftlicher Quellenbestände im Spiegel zeitgeschichtlicher Forschung
1. Dezember 2010, 12.00 Uhr, Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn
Gewerkschaftsliteratur wurde in staatlichen Bibliotheken vor 1933 nur höchst unvollständig gesammelt und erschlossen. Es blieb in der Regel den Gewerkschaften vorbehalten, ihre eigene kulturelle berlieferung zu sichern. Nach 1933 wurden die Gewerkschaftsbibliotheken ausgeraubt und in viele Richtungen zerstreut.
Die Rekonstruktion der Sammlungen nach 1945 war mühsam. Ein Gro teil der erhaltenen Bestände wird heute in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung verwahrt, die ab 2011 von der DFG als Sondersammelgebietsbibliothek für den Bereich Parteien und Gewerkschaften gefördert wird (SSG 3.61).
In einem Gemeinschaftsprojekt der Hans Böckler Stiftung, der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung und mehrerer Kooperationspartner wurden 2009/2010 die zentralen Quellen der Angestelltengewerkschaften digitalisiert. Die Freischaltung der Online-Edition wird anlä lich des Workshops erfolgen. Als technische Plattform diente die University Multimedia Electronic Library (UrMEL) der Universitäts- und Landesbibliothek Jena.
Die Realisierung des Projektes erfolgte in enger Kooperation und Diskussion mit einschlägigen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. So steht im Workshop die Frage im Mittelpunkt, ob digitalisierte Quellen mit entsprechender Erläuterung das allgemeine und Forschungsinteresse an Geschichte, Theorie und Praxis der deutschen Gewerkschaften stimulieren können, und welches technische Design der Quellenaufbereitung den gewünschten anwendungsorientierten Nutzen erbringt.
Sie können sich per E-Mail bei
Hilke Everding im Sekretariat der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung anmelden.
Zum Flyer der Veranstaltung.
Kampf dem Hakenkreuz von Carlo Mierendorf, Berlin, 1930
Oktober 2010
Bibliothek eröffnet Ausstellung "Kampf dem Hakenkreuz" in der Stiftung Demokratie Saarland in Saarbrücken.
Am Dienstag, den 5. Oktober. 2010, um 18 Uhr wird die Ausstellung in den Räumen der Stiftung Demokratie Saarland in der Bismarckstra e 99 eröffnet. Sie zeigt politische Graphik des sozialdemokratischen Verlags J.H.W. Dietz Nachf. im antifaschistischen Abwehrkampf von 1930 bis 1933. Authentische Materialien, Reproduktionen und ein eigener Katalog stellen Künstler und Autoren vor, die sich nicht beugten. Der Leiter der Bibliothek, Dr. Rüdiger Zimmermann, wird in die Ausstellung einführen, die bis zum 12. November 2010 in der saarländischen Landeshauptstadt zu sehen ist.
Der Ausstellungskatalog:
Kampf dem Hakenkreuz : politische Graphik des Verlags J.H.W. Dietz Nachf. im antifaschistischen Abwehrkampf ; eine Ausstellung der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung / [Hrsg.: Rüdiger Zimmermann]. - Bonn, 2007. - 70 S. : zahlr. Ill. ISBN 978-3-89892-850-2
kann kostenlos bei Hilke Everding im Sekretariat der Bibliothek bestellt werden.
Weitere Informationen und Anmeldeformular über die Internetseite der Stiftung Demokratie Saarland

September 2010
Bibliothek präsentiert Kooperation mit Tansania
Auf der 41. Konferenz der International Association of Labour History Institutions (IALHI) vom 1. bis 4. September 2010 im Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam legte Marcus Sommerstange in der Session "Members' projects on the collection of materials for global labour history" ein Papier zur Kooperation der Bibliothek der FES mit der Bibliothek der tansanischen Regierungspartei Chama Cha Mapinduzi (CCM) in Dodoma vor. Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen der internationalen Arbeit des Afrika-Referates der FES. Schwerpunkt des Projektes ist die Qualifizierung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vor Ort in Tansania beim Aufbau eines „eigenen gedruckten Gedächtnisses“.
Sommerstange, Marcus:
The FES library's support of a political library in Dodoma (Tanzania) : a different approach to preserving the memory of a country ; [41. Konferenz der International Association of Labour History Institutions (IALHI) vom 1. bis 4. September 2010 im Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam ; Vortrag]
/ Marcus Sommerstange. - [Electronic ed. - Bonn] : Library of the Friedrich Ebert Foundation, [2010] - 4 S. = 148 KB, PDF-File
Hier finden Sie das Dokument als PDF-File

September 2010
Bibliothek übernimmt Parteien- und Gewerkschaftsarchiv der TU Darmstadt
In den frühen sechziger Jahren wurde am Lehrstuhl für Wissenschaftliche Politik II der TH Darmstadt eine gro e
nichtkonventionelle Sammlung gedruckter Primärquellen aufgebaut.
Den Aufbau der Kollektion initiierte Prof. A.R.L. Gurland, der seine Emigrationserfahrungen als Parteienforscher
in das Projekt einbrachte. Das sog. „Gewerkschafts-, Parteien- und Parlamentsarchiv“ existierte bis Anfang der neunziger
Jahre, ehe es wegen Personalmangels nicht länger gepflegt werden konnte.
Die Parteien- und Gewerkschaftsmaterialien gingen in das Universitätsarchiv der Technischen Universität Darmstadt ein.
Das Universitätsarchiv übergab diese Sammlung jetzt der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Das Bestandsverzeichnis, das 1978 den kompletten Bestand der Sammlung dokumentierte, wurde digitalisiert und ins Netz gelegt.
Das Verzeichnis vermittelt eine Vorstellung über den Charakter der Sammlung. Als SSG-Bibliothek für den Sammelbereich Primärquellen von Parteien und Gewerkschaften wird die Bibliothek der FES die Darmstädter Sammlung sukzessive erschlie en.
Link zum Digitalisierten Bestandsverzeichnis

August 2010
Bibliothek schlie t mit der IG Metall eine Rahmenvereinbarung zur Digitalisierung von gewerkschaftlichen Periodika bis 1933 ab
Die Industriegewerkschaft Metall ist heute die Nachfolgeorganisationen mehrerer Richtungsgewerkschaften der Weimarer Republik, die Mitglieder in den Branchen Metall, Holz, Textil und Bekleidung organisierten.
In der Präambel zum Rahmenvertrag betonen beide vertragsschlie ende Parteien ihr Interesse, diese berlieferung zu digitalisieren, einem breiten Publikum zugänglich zu machen und die Bestände zu erhalten.
Beide vertragsschlie ende Parteien stimmen weiterhin darin überein, dass alle bestehenden und alle etwaigen künftigen Rechte hinsichtlich Urheberschaft und Nutzung bei der IG Metall liegen.
Die Rahmenvereinbarung bildet die künftige juristische Basis, um ein DFG-Projekt zur Digitalisierung zentraler Gewerkschaftsquellen im Förderbereich kultureller berlieferung zu realisieren.
Die ausgewählten Gewerkschaftszeitschriften reichen von der freigewerkschaftlichen "Deutschen Metall-Arbeiter-Zeitung" über den "Christlichen Textilarbeiter" hin zum liberalen Organ des Gewerkvereins der Holzarbeiter "Die Eiche". Insgesamt werden 20 Titel aus den Bereichen Metall, Holz, Textil und Bekleidung digitalisiert werden.

August 2010
Bibliothek legt "Internationales Handwörterbuch des Gewerkschaftswesens" ins Netz
Das zweibändige Handwörterbuch erschien zu Ende der Weimarer Republik und umfasste auf 2.000 zweispaltigen Seiten etwa 1.000 Aufsätze, darunter gut 500 biographische Einträge.
An der "überparteilichen" Enzyklopädie arbeiteten eine Reihe renommierter Gewerkschaftspraktiker, Funktionäre der Sozialverwaltungen und Hochschullehrer mit. Das Handbuch hatte internationalen Charakter und berücksichtigte insgesamt mehr als 40 Länder.
Der Gebrauchscharakter des Nachschlagewerkes ist heute immer noch hoch. Viele der behandelten Organisationen sucht man. z. B. in der Online-Enzyklopädie "Wikipedia" vergeblich. Gleiches gilt für behandelte Personen. Das Handwörterbuch wurde bis auf die Artikelebene erschlossen. Mit Hilfe einer Google basierten Volltextsuche werden weitere differenzierte Sucheinstiege möglich sein.
Mit der Online-Edition stärkt die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung ihre Rolle als SSG-Bibliothek für den Sammelbereich Parteien und Gewerkschaften.
Internationales Handwörterbuch des Gewerkschaftswesens / hrsg. von Ludwig Heyde.
Berlin : Verl. Werk und Wirtschaft, 1931-1932. - XV, XVI, 2183 S.
Electronic ed.: Bonn : Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 2009
Link zur Online-Edition

Juli 2010
Bibliothek schaltet Internet-Auftritt von ITF-Dokumenten frei
Das ITF-Portal der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung dokumentiert Volltexte zentraler gedruckter Dokumente der Internationalen Transportarbeiterföderation (ITF) seit ihrer Gründung bis zum Jahr 2006. Das Digitalisierungsprojekt wurde nachhaltig von der ITF-Billigflaggenkampagne" der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di unterstützt.
Die Internationale Gewerkschaftsorganisation repräsentiert 594 Gewerkschaften in 136 Ländern mit 5 Millionen Mitgliedern. Keine andere Organisation hat in der Zeit von 1933 bis 1945 den Kampf deutscher Hitler-Gegner so engagiert und nachhaltig unterstützt wie die ITF.
Für die Friedrich-Ebert-Stiftung mit ihrem Archiv und ihrer Bibliothek stand das Sammeln und Erschlie en der ungedruckten und gedruckten Quellen der ITF deshalb stets im Fokus. In einem eigenständigen gedruckten Bestandsverzeichnis dokumentierte die Bibliothek alle ITF-Periodika, die sich in ihrem Bestand befinden und die sie in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Quellen erworben hat.
In enger Kooperation mit dem ITF-Archiv wurden Protokolle, Berichte, Pressedienste und Zeitschriften der ITF digitalisiert und ins Netz gestellt. Erstmals sind nach Projektabschluss die wichtigen antifaschistischen Zeitschriften "Hakenkreuz über Deutschland" und "Faschismus", die sich kaum im Original erhalten haben, für alle Interessierten frei zugänglich.
Link zur Online-Edition: Zeitschriften, Protokolle und Berichte der Internationalen Transportarbeiterföderation
Juni 2010
Bibliothek schaltet Netzquelle zum Thema "Gute Arbeit" frei
Arbeitsbedingungen, Entlohnung, Befristung, soziale Absicherung sowie die Forderungen von Gewerkschaften und politischen Parteien nach "Guter Arbeit" sind Themen von zentraler und dauernder gesellschaftspolitischer Bedeutung.
Dank einer gro zügigen Zuwendung der Hans-und-Traute-Matthöfer-Stiftung kann die Bibliothek mit ihrem neuen Themenmodul interessierten Nutzern eine Auswahl von Volltexten anbieten.
Die Auswahl der Titel bietet grundlegende Informationen zu verschiedenen Aspekten des Themenbereiches. In Verbindung mit einer Liste von Titeln aus dem (gedruckten) Bestand der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung erhält der Nutzer ein gro es Informationsangebot.
Link zum Modul Gute Arbeit der FES-Netzquelle Geschichte und Politik
Mai 2010
1. Mai 2010: Start des für eine Dauer von drei Jahren ausgelegten Projektes HOPE - Heritage of People's Europe
Die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung beteiligt sich am Aufbau der digitalen Bibliothek, des digitalen Museums und Archivs Europas - EUROPEANA. Mit ihr werden vernetzte Infrastrukturen zur digitalen Präsentation des kulturellen Erbes Europas im Internet entwickelt, wobei im Teilprojekt HOPE der Schwerpunkt auf der Integration von Inhalten und standardisierten Metadaten zur Sozialgeschichte liegt.
Der neue Bibliotheksmitarbeiter und IT-Entwickler, Herr Sebastian Vesper, wird sich für die Dauer von zwei Jahren um die Umsetzung der Projektziele kümmern.
HOPE is a Best Practice Network of archives, libraries and museums of social history institutions across Europe. It aims to improve access to the vast amount of highly significant but scattered digital collections on social history. It proposes to achieve this by promoting the adoption of standards and best practices for digital libraries amongst its partners, by ensuring that the metadata and the content become available through Europeana and by implementing a full scale discovery-to-delivery model.
In this way HOPE aligns with Objective 2.2 of the European Digital Library ICT-PSP programme - i.e. to increase the quantity of quality content available through Europeana.
Weitere Informationen finden Sie hier

Mai 2010
Vortrag von Rüdiger Zimmermann in Regensburg
Auf der 39. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung ( ABDOS) vom 10. bis 13. Mai 2010 in Regensburg, die unter dem Motto stand „Global, zentral oder marginal? Perspektiven für Ost- und Südosteuropabibliotheken“, stellte der Leiter der Bibliothek das Portal Geschichte der Breslauer Arbeiterbewegung vor. In seinem Vortrag verwies er auf die lange Tradition bibliothekarischer Kooperationen zwischen der Bibliothek der FES und polnischen Bibliotheken und skizzierte die künftige Rolle der Bibliothek bei der Beschaffung nichtkonventioneller Literatur aus Osteuropa.
Hier finden Sie die Power Point Präsentation zum Vortrag
Mai 2010
Bibliothek schaltet Netzquelle zur Maifeierbewegung frei
Anlässlich des 120. Geburtstages der 1. Mai als "Protest- und Gedenktag" schaltete die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung ein weiteres Modul der FES-Netz-Quelle Geschichte und Politik frei. Die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung will allen Interessierten mit einer Auswahl an Volltexten, Literaturhinweisen und ikonographischen Abbildungen helfen, den historischen Wurzeln dieses Kampf- und Feiertages wie auch den Entwicklungen bis heute nachzuspüren. Dank einer gro zügigen Zuwendung der Hans-undTraute-Matthöfer-Stiftung konnte dieses wichtige Themenmodul für die schulische und au erschulische Bildung realisiert werden.
Link zum Modul Maibewegung / 1. Mai der FES-Netzquelle Geschichte und Politik

April 2010
bernahme der Bibliothek des Karl-Marx-Hauses durch die Bibliothek der FES
Im Dezember 2009 übernahm die Bibliothek der FES die vollständige Bibliothek des Karl-Marx-Hauses (Trier) mit 90.000 Bänden.
ber die Bedeutung der Bibliothek und den Stand der Integration in das lokale Bibliothekssystem und die überregionalen Standortnachweise informiert der
Artikel des Bibliotheksleiters Rüdiger Zimmermann in der Fachzeitschrift ProLibris.
Der Artikel steht auch als PDF-Version zum Download bereit.

Februar 2010
Auskunftsdienst der FES-Bibliothek
Seit Januar 2010 verfügt die Bibliothek mit der DigiAuskunft des Kölner Hochschulbibliothekszentrums über einen virtuellen Software-gestützten Auskunftsdienst. Über ein Webformular können die Nutzerinnen und Nutzer auf den Seiten der Bibliothek überall dort, wo sich dieses Symbol
findet, mit der Bibliothek in Kontakt treten und fachspezifische aber auch allgemeine Fragen stellen, ohne sich zuvor um zuständige Ansprechpartner Gedanken machen zu müssen.
Innerhalb der Bibliothek findet die Bearbeitung der Anfragen kollaborativ statt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Zugriff auf die Bearbeitungsebene und erledigen die Anfragen je nach Zuständigkeiten in maximal 5 Tagen. Dabei vermeidet die Transparenz der gemeinsamen Bearbeitungsebene Mehrfachbeantwortungen. Darüber hinaus wird über die langfristige Archivierung der Fragen und Antworten eine Wissensdatenbank entstehen, die von den Bibliotheksangestellten mittels einer sehr differenzierten Suchmaske jederzeit für die Beantwortung von vergleichbaren Anfragen wiedergenutzt werden kann.
Zum Auskunftsdienst der Bibliothek

