Einführende Informationen zu den Gewerkschaftlichen Monatsheften

Otto Hemmer

Im Laufe der mehr als fünf Jahrzehnte ihres Erscheinens haben die Chefredakteure Walter Pahl, Richard Becker, Walter Fabian, Gerhard Leminsky und Hans-Otto Hemmer die Zeitschrift geprägt; unzählige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Politikerinnen und Politiker, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und viele andere haben zu zahllosen Themen und in vielfältigen Wissensgebieten publiziert - getreu dem Motto, dass der Gründungsvorsitzende des DGB, Hans Böckler, der Zeitschrift auf den Weg gegeben hatte: " Die Gewerkschaftlichen Monatshefte sollen ein Diskussionsorgan sein, in dem Gewerkschafter und Vertreter der Wissenschaft, Vertreter unseres Sozialpartners wie des öffentlichen Lebens Gelegenheit haben, in eingehender Diskussion zur Lösung der Wirtschafts- und Sozialprobleme beizutragen."

Der "Schatz" an Texten, der auf diese Weise entstanden ist, steht ab sofort, dank freundlicher Unterstützung von Friedrich-Ebert-Stiftung, Hans Böckler Stiftung und von Ursula Zatrieb, der ehemaligen langjährigen Redaktionsassistentin, vollständig im Netz (als PDF. Achtung: Acrobat Reader nötig) zur Verfügung!

Hans-Otto Hemmer
ehem. Chefredakteur

Prof. Dr. Dieter Dowe

Zum Geleit

Neben der sozialdemokratischen Bewegung ist die Friedrich-Ebert-Stiftung ganz besonders der Gewerkschaftsbewegung verbunden.

Seit den 90er Jahren betreut die Stiftung in ihrer Bibliothek und ihrem Archiv der sozialen Demokratie das gedruckte und das ungedruckte Gedächtnis der deutschen wie auch der internationalen Gewerkschaften, und die Bibliothek ist in kurzer Zeit zur größten Gewerkschaftsbibliothek der Welt geworden. Dies geschah ganz überwiegend durch die Übernahme (fast) kompletter Bibliotheken von Gewerkschaften, die zum Teil durch spezielle gedruckte Bibliographien erschlossen sind.

Bei den abgebenden deutschen Organisationen ragen dabei besonders hervor

Bei den Internationalen Berufssekretariaten haben folgende Verbände ihre Bestände der FES-Bibliothek anvertraut:

Man kann also mit Fug und Recht sagen: Die FES-Bibliothek ist in zunehmendem Maße die Gewerkschaftsbibliothek überhaupt. Sie stellt ihre reichen Gewerkschaftsbestände nicht nur mit ihrem digitalen Katalog im Internet weltweit allen Interessierten zur Verfügung, sondern bietet den Gewerkschaftsorganisationen und den mit ihnen verbundenen Journalisten und Forschern national und international eine Fülle von zusätzlichen bibliothekarischen Dienstleistungen - von der digitalen Dokumentenübermittlung bis hin zu speziellen Datenbanken. So baut z.B. die FES-Bibliothek zur Zeit eine Datenbank für Global Union Research Network auf.

Auch im Rahmen ihrer Virtuellen Bibliothek finden die Gewerkschaften besondere Berücksichtigung. In diesem Kontext ist die vorliegende digitale Publikation der "Gewerkschaftlichen Monatshefte" zu sehen, in der dieses Zentralorgan des Deutschen Gewerkschaftsbundes nicht nur über die gesamte Spanne seines Erscheinens von 1950 bis 2004 virtuell für die Benutzer präsentiert, sondern mit einer ganzen Reihe zusätzlicher Recherchemöglichkeiten erschlossen wird. Wer sich jemals mit solchen Erschließungsarbeiten befasst hat, kann beurteilen, wie viel Kenntnis der Materie, reiches IT-Wissen und schlichtweg Arbeit hinter einer solchen Publikationsvorbereitung steckt. Ich möchte daher Frau Ruth Großgart und Herrn Walter Wimmer von der FES-Bibliothek sowie Frau Ursula Zatrieb von der ehemaligen GM-Redaktion recht herzlich für ihren großen Einsatz zur Bewahrung und Erschließung der "Gewerkschaftlichen Monatshefte" danken, der Führung der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel. Möge dieser Aufwand durch viele Nutzer und Nutzerinnen belohnt werden.

Prof. Dr. Dieter Dowe
Leiter des Historischen Forschungszentrums
der Friedrich-Ebert-Stiftung



©Friedrich Ebert Stiftung | Webmaster | technische Realisation der Datenbanksuche Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung | 9.2.2007