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TITEL/INHALT

Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999

Stichtag:
2./4. April 1899

Der Kongreß der Berg- und Hüttenarbeiter in Halle/Saale kritisiert erneut energisch die mangelhaften Sicherheitsbestimmungen im Bergbau - 1897 registriert das Reichsversicherungsamt 966 tödliche Unfälle im Bergbau - und verlangt wiederum die Beteiligung der Grubenarbeiter an der Grubenkontrolle und die notwendigen sanitären Einrichtungen - saubere Wasch- bzw. Badegelegenheiten (Einzelbrausen), Verbandsstuben, intensive ärztliche Untersuchungen bei neu Einzustellenden, um so die Durchseuchung ganzer Belegschaften durch ansteckende Krankheiten zu verhüten - sowie das Bereitstellen ausreichenden, sauberen Trinkwassers.
Die Akkordarbeit - Ursache vieler Unfälle - soll verboten werden. Unter Tage dürfen nur Arbeiter über 18 Jahre beschäftigt werden.

Der Verbandstag des Verbandes der Konditoren in Apolda lehnt einen festen Streikbeitrag ab. Dem Zentralvorstand wird bei Streiks das Genehmigungsrecht zuerkannt.
Der Verband wird in Kreise eingeteilt, um die Agitation intensiver betreiben zu können.



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net edition fes-library | 1999