Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den
Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger
Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der
Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999
Die "Metallarbeiterzeitung" stellt fest, daß die Gewerkschaftsorganisationen einem "Taubenschlag" gleichen. In ihnen herrsche "ein ständiges Kommen und Gehen". Bereits Ende 1896 hatte die Zeitung des Zimmererverbandes beklagt, daß in der Organisation ein ständiges "Kommen und Gehen" herrsche.
Stichtag:
3. September 1898
Auch von den anderen Gewerkschaften werden ähnliche Feststellungen getroffen. Die Fluktuation der Mitglieder in den Gewerkschaften bleibt ein kaum zu lösendes Problem für die Gewerkschaften. Besonders groß ist die Fluktuation bei den Verbänden, die überwiegend ungelernte oder angelernte Arbeiter organisieren: die Bauhilfsarbeiter, die Fabrikarbeiter und die Transportarbeiter. Offensichtlich wirken sich in diesen Gewerkschaften die häufigere Arbeitslosigkeit und der dadurch erzwungene Wohnungswechsel und eventuell auch des Berufes negativ auf die Organisationsdauer aus.