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TITEL/INHALT

Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den Anfängen bis 1918 / Von Dieter Schuster. Mit einem Vorw. von Rüdiger Zimmermann und Registern von Hubert Woltering. - Bonn : Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1999

Stichtag:
17./19. Juli 1898

Auf dem Kongreß der Hafenarbeiter in Hamburg wird festgestellt, daß die Hafenarbeiter und speziell die Schauerleute nachts und nach Feierabend mehr Stunden arbeiten als in der regulären Arbeitszeit. Der Kongreß spricht sich für eine zentrale Organisation für alle in und an Hafenplätzen beschäftigten Arbeiter und für eine wesentliche Arbeitszeitverkürzung aus.
Die Hafenarbeiter sollen Material über Unfall- und Krankheitsgefahren sammeln und Vorschläge für deren Beseitigung unterbreiten. Für die Arbeitsvermittlung soll an den Häfen, Arbeitern seitens der Kommunen unentgeltlich Räume zur Verfügung gestellt werden. Der Kongreß hält dies für das einzige Mittel, die ständige Ausbeutung der Hafenarbeiter durch das heutige System der Arbeitsvermittlung - meistens in Gaststätten - als auch die Gefährdung der Moral der Arbeiter durch dasselbe wirksam zu bekämpfen und mit der Zeit vollständig zu beseitigen.
Die Delegierten halten eine gründliche Reform des Unfallversicherungsgesetzes für dringend geboten, vor allem müssen alle Arbeiter der Versicherung unterworfen werden und den Arbeitern größere Rechte beim Erlaß der Unfallverhütungsvorschriften eingeräumt werden.



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net edition fes-library | 1999