Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die europäische Integration konzentriert ein überproportionales Wachstum auf den Kernbereich des Kontinents ("Euro-Banane"). Das Konzept des "Europas der Regionen" bezogen auf den Ostseeraum unterstreicht dagegen die Bedeutung der nordosteuropäischen Randregion. Ostseekooperation ist nicht auf Integration sondern auf flexible, konkrete und selektive regionale Zusammenarbeit unter dem Dach der sich erweiternden EU ausgerichtet und mithin keine Alternative zur Integration in die EU.

Private und öffentliche Akteure arbeiten in über 70 Kooperationsnetzen zusammen. Die institutionalisierte Superstruktur auf Regierungsebene ist locker; regionale Gebietskörperschaften ("Subregionen"), die Ostseestädte und viele private Organisationen sind zentrale Träger und Nutznießer der Zusammenarbeit. Wichtige Praxisfelder der Ostseekooperation sind die gemeinsame Interessenvertretung der Region in Europa, die Verbesserung der marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Verkehrsinfrastruktur, der Ausgleich des ökonomischen und sozialen Gefälles zwischen östlichen und westlichen Teilen der Region sowie die Förderung der kleinen und mittleren Unternehmen.

Parallel zu ihrer Mittelmeerpolitik und der Frage der Osterweiterung um die MOE-Staaten muß die EU in einer zu entwickelnden Ostseepolitik neben dem Wirtschaftspotential auch die stabilitäts- und sicherheitspolitische Bedeutung der Region berücksichtigen. Förderung der Infrastruktur, des Umweltschutzes und der Investitionen aus den Mitteln des EU-Strukturfonds, von PHARE und TACIS sind geeignete Maßnahmen.

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