Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die "Mazedonienfrage", der Konflikt mit Albanien und andere Auseinandersetzungen auf dem Balkan isolieren Griechenland von der Europäischen Union - vor allem weil Griechenlands Außenpolitik sich nicht von dem massiven Druck des Nationalismus im Inneren des Landes befreien kann. In außenpolitischen Fragen unterscheiden sich die politischen Kräfte in Griechenland nur wenig, häufig können die Parteien und einzelne Politiker der Versuchung nicht widerstehen, sich durch einen nationalistischen Kurs zu profilieren. Von der Notwendigkeit eines strikten Stabilitätskurses in der Wirtschaft sind die griechischen Wähler nur wenig zu überzeugen. Die entsprechenden Bemühungen in den letzten Jahren waren nicht nur zögerlich, sie haben auch der Regierung Mitsotakis das Amt gekostet.

Wenn sich die EU (weiter) in Richtung "Kerneuropa" entwickelt, wird Griechenland noch mehr an den Rand gedrängt werden. Der vom Maastrichter Vertrag extern gesetzte Zwang zur wirtschaftlichen Stabilisierung schwächte sich ab. Daß die Marginalisierung nicht weiter vorangetrieben wird, hängt allerdings vor allem von dem in Athen verfolgten wirtschafts- und außenpolitischen Kurs ab.

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