Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Seit fast 35 Jahren gehört Thailand zu den am schnellsten wachsenden Ökonomien in der Welt. Das durchschnittliche Jahreswachstum von 7,7% seit 1970 übertrifft selbst dasjenige von Ländern wie Singapur, Malaysia oder Indonesien. Bemerkenswert ist auch die Verringerung des Bevölkerungswachstums von 2,7 auf 1,8% mit Halbierung der Geburtenrate seit den 70er Jahren. Der radikale Strukturwandel schlägt sich in allen Bereichen nieder: Der Exportbeitrag zum BSP stieg von 15% in 1970 auf 35% in 1991, seit 1961 stiegen Industriewarenexporte an der Gesamtausfuhr von 2% auf 76%, Agrarprodukte gingen von 83% auf 15% zurück. Die gesellschaftliche und soziale Modernisierung verläuft deutlich langsamer, der Boom hat vor allem mittelständische Einkommensbezieher begünstigt. Das Armutsproblem wurde gemindert, aber nicht gelöst. Soziale und regionale Disparitäten wurden verstärkt. Die Vernichtung des Regenwaldes, Wasserknappheit, explosives Wachstum des Hauptstadtverkehrs und andere Boom-Folgen erinnern an Wachstumsgrenzen. Industrieller Strukturwandel hin zu qualitäts- und technologieintensiven Produkten ist die Voraussetzung zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Thailands.

Die politische Modernisierung bleibt bisher hinter der wirtschaftlichen zurück. Zivilgesellschaftliche Instanzen und soziale Interessenvertretung entwickeln sich nur langsam. Parteien und Regierung mühen sich mit unterschiedlichem Erfolg um die Konsolidierung demokratischer Institutionen und Verfahren.

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