Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die wesentlichen Ergebnisse der Uruguay-Runde sind: Senkung der Einfuhrzölle für Industriegüter um 38% in Industrieländern und um 27% in Entwicklungsländern; vorsichtige Einleitung einer Liberalisierung des Agrarhandels; Abbau des Spezialprotektionismus im Textilhandel; gewisse Zugangserleichterung zu öffentlichen Beschaffungsmärkten; verstärkter Schutz geistiger Eigentumsrechte; Neuregelung handelspolitischer Gegenmaßnahmen; institutionelle Stärkung des internationalen Handelssystems durch die Schaffung einer Welthandelsorganisation (WTO).

Es ist zu erwarten, daß infolge der vereinbarten Liberalisierungsschritte der Welthandel um 25% zunimmt, wobei der stärkste Exportzuwachs in der Dritten Welt und in Osteuropa anfällt. Für Europa ergeben sich Wohlfahrtsgewinne vor allem aus der Verbilligung vieler Produkte. Auch nach der Uruguay-Runde wird der internationale Handel vielfach behindert. Dies gilt insbesondere für den Dienstleistungs- und den Agrarsektor. Die Möglichkeiten für neue Handelsrestriktionen (Antidumping, bilaterale Beschränkungsabkommen) bleiben weiterhin bestehen. Es besteht somit Bedarf für zusätzliche Liberalisierungsschritte. Darüber hinaus geht es in der Zukunft mehr und mehr um die Regulierung des internationalen Wettbewerbs, wie z.B. die Festlegung von Mindeststandards im Sozialbereich und Umweltschutz oder die Eindämmung restriktiver Geschäftspraktiken und einseitiger Begünstigungen durch Staaten und Handelsblöcke.

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