Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Gerade die momentane Schwäche der Parteien der Regierungskoalition von Premier Murayama, LDP und SDPJ, könnten die Regierung stabilisieren, da sich niemand Neuwahlen leisten möchte und beide Parteien Zeit zur eigenen Konsolidierung brauchen. Ausklammern von Konflikten, für die Tagespolitik ausreichende, den Reformbedarf jedoch ignorierende Minimalkompromisse zwischen den Regierungsparteien sowie die traditionelle politische Stärke der Bürokratie im politischen Alltagsgeschäft bieten der Opposition wenig offene Angriffsflächen. Die wirtschaftliche Erholung bleibt mühsam. Öffentliche Verschuldung und der auf den Rückgang der Sparrate zurückzuführende Anstieg des privaten Konsums, nicht aber die weiter rückläufigen privaten Investitionen bilden die Basis des für 1994 auf 0,9 Prozent geschätzten Wachstums. Der Anstieg des Handelsbilanzüberschusses ist dem Yen-Wechselkurs zu verdanken, in Yen ist dieser Überschuß rückläufig. Das für output und Beschäftigung relevante Exportvolumen wächst langsamer als das der Importe. Von der Regierung kaum zu erwartende Deregulierung und Marktöffnung oder ein weiter steigender Wechselkurs des Yen werden auf die Dauer noch mehr industrielle Arbeitsplätze in die Niedriglohnländer Ostasiens verlagern und die Importbarrieren, die heute noch den japanischen Markt schützen, durchlöchern.

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