Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Deutsche Auslandsinvestitionen gefährden nicht das Beschäftigungsniveau in Deutschland. Die unzureichende globale Präsenz der deutschen Wirtschaft ist für hiesige Arbeitsplätze eine viel größere Gefahr: verstärkte Internationalisierung und Beschäftigungssicherung bedingen sich gegenseitig. Der Grad der Internationalisierung durch Direktinvestitionen ist in der deutschen Wirtschaft gering und hat stärker über Exporte als über Investitionen stattgefunden.

Die deutsche Industrie läuft Gefahr, sich von internationalen Investitionstrends abzukoppeln. Die dynamischen Investitionsmärkte in Ost- und Südostasien, aber auch in den Entwicklungsländern und sogar in Osteuropa werden zu wenig berücksichtigt. Der Bestand aller deutschen Direktinvestitionen in ganz Süd- und Südostasien erreicht gerade die Hälfte des deutschen Engagements in Österreich. Die asiatischen Entwicklungsländer sind für Infrastruktur- und Konsumgüterproduzenten anderer Länder strategische Räume, in denen die deutsche Industrie marginalisiert zu werden droht. Der relativ kleine Absatzmarkt und nur mäßig attraktive Standort Osteuropa kann durch sein "lean Potential" interessant werden, wenn dort wettbewerbsfähige Industriekerne mit klarem Spezialisierungsprofil entstehen, also nicht einfach Niedriglohnsegmente aller oder gar nur "alter" Industrien angesiedelt werden.

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