Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Der MERCOSUR hat in kürzester Zeit eine Freihandelszone und eine Zollunion geschaffen und ist damit zum viertgrößten Wirtschaftsblock der Welt aufgestiegen. Die vier Staaten repräsentieren 54 Prozent am lateinamerikanischen BIP (800 Milliarden Dollar), ein Drittel der Direktinvestitionen, das höchste Pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas und 200 Millionen potentielle Konsumenten. Entstehungsgeschichte und Zielsetzungen des MERCOSUR sprechen für ein neues, pragmatisches Integrationsmodell in Lateinamerika, das als Sprungbrett für eine konkurrenzfähige Weltmarktintegration im Sinne des offenen Regionalismus begriffen wird. Ohne institutionelle Veränderungen und die Schaffung supranationaler Institutionen wird weder ein gemeinsamer Markt MERCOSUR noch eine "Andenerweiterung" möglich sein:

Die künftige Entwicklung des MERCOSUR ist in erster Linie vom Erfolg der gegenwärtigen wirtschaftlichen Reformprozesse in den einzelnen Ländern abhängig. Sollte z.B. die Rezession in Argentinien einen Domino-Effekt haben und werden die sozialen Defizite nicht korrigiert, besteht in den kommenden Jahren die Gefahr einer "MERCO-Sklerose". Der MERCOSUR ist der erste Wirtschaftsblock außerhalb der europäischen Grenzen, der ein interregionales Rahmenabkommen mit der EU abgeschlossen hat. Das könnte der erste Schritt zu einer gemeinsamen Freihandelszone sein.

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