Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Mit der Entwicklung und steigenden Bedeutung des Internet als weltweit zugänglichem elektronischen Marktplatz entsteht die Notwendigkeit nach sicheren und weltweit akzeptierten elektronischen Zahlungssystemen. Es liegt auf der Hand, daß die bereits heute schon stark verbreiteten kartengestützten Zahlungssysteme in Zukunft auch "virtuell" in elektronischen Netzen, wie das Internet oder die kommerziellen Online-Dienste, eingesetzt werden. Im Januar 1997 nahm die Bundesbank - als Reaktion auf diese Entwicklung - Elektronisches Geld als sogenannte Geldkartenaufladungsgegenwerte in die nachfragewirksame Geldmenge M1 auf.

Das Gutachten legt dar, daß als technischer Träger des elektronischen Geldes in Zukunft, wie auch heute schon, die Chipkarte dienen wird. Über 98,5 % der Bevölkerung in Deutschland verfügt über eine Karte mit Abrechnungs- und Zahlungsfunktion. Die kritische Masse der notwendigen Infrastruktur ( z.B. Geldausgabeautomaten) ist also bereits vorhanden. Der weitere Ausbau geht weltweit rasch voran.

Bedeutet dies nun aber, daß der Bürger in Zukunft tatsächlich den Brötcheneinkauf mit der Chipkarte statt den Münzen vornehmen wird? Nach Umfragen haben 54% der Bürger davor Angst, daß der Handel Transaktionsdaten, die beim Bezahlen an der Ladenkasse anfallen, mißbräuchlich auswertet und für Data Base Marketing benutzt. Mit den derzeitigen Instrumenten ist dies tatsächlich schwer zu überwachen und zu entdecken. Der Politik käme daher die Aufgabe zu, Sicherheits- und Datenschutzfragen rasch international zu klären. Vertraulichkeit und Sicherheit sind wesentliche Voraussetzungen zur Einführung der Elektronischen Geldbörse.

Ausgehend von der ausführlichen Darstellung der technischen Basis der "elektronischen Geld- börse", der Chipkarte, charakterisiert das Gutachten zunächst die weltweit wichtigsten Geld- börsenprojekte und Zahlungssysteme in elektronischen Netzen und weist auf mögliche Problemfelder hin.

Volkswirtschaftlich zeigt der Autor auf, daß die elektronische Geldbörse neue Vetriebsformen und somit Stärkung gerade regionaler und kleinerer Strukturen bietet. Diese können z.B. durch Kooperationen sowie Rabatt- und Bonussystemen Zusatzangebote und Dienstleistungen über die Chipkarte anbieten (Tourismuskarte, Bürgerkarte). Da die elektronische Geldbörse Effizienzgewinne im Bereich der Abrechnung (niedrige Transaktionskosten, geringe Versicherungsgebühren) bietet, könnten diese Angebote kostennneutral entwickelt werden.

Das Gutachten schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen an die Politik. Dabei stehen die Forderungen nach einer aktiven Technologieförderung, der schnellen Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen für Zahlungen in internationalen Netzen sowie die Forcierung des europäischen Einigungsprozesses im Mittelpunkt. -2-


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