Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
FES: Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
DIGITALE BIBLIOTHEK DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG
DEKORATION DIGITALE BIBLIOTHEK DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG DEKORATION


Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Ständig sinkende Kosten bei gleichzeitig steigender Leistung in der Computer- und Kommunikationstechnologie fördern die Massennutzung von Multimedia (Bildtelefon, Pen-Computing, Online-Dienste, Telekooperation, Verkehrsleittechnik, Home Banking, Teleshopping, Smart Building, Simulationen im Lehr- und Lernbereich/Virtual Reality) und mithin einen bedeutenden Markt. Besonders interessant sind in den nächsten Jahren die Entwicklungen bei Personal Computern, die Virtuelle Realitäten darstellen können und für Training, Bildung und Weiterbildung faszinierende Anwendungsmöglichkeiten bieten.

Die zunehmende Nutzung multimedialer Technologie stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Chancen lassen sich im Bereich des Umweltschutzes erkennen. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind nicht abzusehen. Während durch multimediagestützte Produktivitätssteigerungen Arbeitsplätze entfallen, können durch Innovationen und neue Märkte zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Angaben über das Netto-Ergebnis sind jedoch heute noch reine Spekulation.

Große Chancen liegen im schnellen Ausbau des Telefonnetzes zu einem integrierten digitalen Netz (ISDN - Integrated Services Digital Network) mit Euro-ISDN als Regelanschluß. Bisher verhindern jedoch umständliche Geräteinstallation und unklare Benutzeroberflächen eine schnelle, massenhafte Verbreitung vieler Anwendungen. Die europäischen Netzbetreiber sollten sich daher auf Innovationen bei Endgeräten und Diensten konzentrieren.

Die Politik sollte den Schutz der Privatsphäre überdenken und offen auf multimediale Bildungsmethoden zugehen. Das Rechtssystem muß die Erfordernisse elektronischer Kommunikation (Ge-schäfts- und Zahlungsverkehr) berücksichtigen. Multimedia verlangen zudem nach neuen medienrechtlichen Strukturen, die dem föderalen System der Bundesrepublik Rechnung tragen, ohne innovative Kräfte zu behindern. Insbesondere ist das kreative Potential mehr zu fördern. Bislang scheitern viele junge Technologieunternehmen an der von Banken-Bürokratien geprägten deutschen Finanzierungskultur.

Hier finden sie das Dokument im Volltext

Bitte benutzen Sie die BACK Funktion Ihres Browsers, um Ihre Ergebnisliste wieder zu erhalten.


©Friedrich Ebert Stiftung | Webmaster | technical support | net edition Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung | April 1999