Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Drogenangebot und -nachfrage definieren sich ausschließlich über den Markt, der interventionistisch und dereguliert zugleich ist. Interventionistisch wegen der weltweiten Repression gegenüber Produzenten, Händlern und Konsumenten, dereguliert, weil es deswegen weder Qualitätskontrollen in der Produktion noch Handelsnormen im Vertrieb gibt. Der Markt reagiert flexibel auf neue Abnehmerländer (China, GUS-Staaten) und Nachfrageänderungen (Designer drugs). Die relative Preisstabilität zeigt, daß Angebot und Nachfrage in Grenzen durchaus elastisch sind.

Drogenwirtschaft ist nicht notwendig inflationär, sie führt jedoch zu monetären Steuerungsproblemen und fortschreitender Dollarisierung in den Entwicklungsländern. Die finanz- und banktechnischen Kontroll- und Strafmaßnahmen haben die internationale Geldwäsche nicht reduziert. Den positiven Wachstums-, Investitions-, Beschäftigungs- und Vermögensbildungseffekte stehen in ihrem Umfang kaum quantifizierbare soziale Kosten gegenüber.Die Legalisierung des Drogengebrauchs und -handels würde diese erheblich reduzieren, aber auch einige Entwicklungsländer ins noch größere wirtschaftliche Chaos stürzen. Die übrigen volkswirtschaftlichen Parameter würden sich nur dann positiv entwickeln, wenn das freiwerdende Kapital sinnvoll und legal reinvestiert würde. Ziel einer neuen Antidrogenpolitik könnte sein, die Sucht nach Drogen und die gleichzeitige, wenn auch nicht notwendigerweise

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