Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Förderung von Gründerkultur und Innovation - Aber wie?

Erarbeitet von D. Bock (Federführung), N. E. Gerlach, Dr. H. Müller-Witt, Dr. G. Prätorius, G. von der Groeben, Berlin, November 2000, 9 S. Auf einem Blick: Deutschland braucht eine starke und innovative Gründerkultur, um langfristig Wachstum und Wohlstand sicherzustellen. Der Erfolg des Neuen Marktes zeigt das Potential an jungen Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. Nach Ansicht des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung sind gerade jetzt Politik und Verbände aufgefordert, die nach wie vor bestehenden Hindernisse für eine lebendige Gründerkultur und Innovationen aus dem Weg zu räumen. Der Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung macht in seinem Thesenpapier Förderung von Grunderkultur und Innovation - Aber wie? eine Reihe von Vorschlägen, wie die Hemmnisse für eine innovative Gründerkultur in Deutschland abgebaut werden können. Diese Vorschläge werden auf einer Podiumsveranstaltung am 9.11.2000 von Dieter Bock, federführendem Mitautor des Thesenpapiers und stv. Sprecher der Managerkreises und Vertretern von Politik, Verbänden, Start-Ups und Finanzdientleistern diskutiert. Mit dem Neuen Markt hat sich in Deutschland die nach der amerikanischen NASDAQ weltweit größte Wachstumsbörse etabliert. Trotz der gegenwärtigen Kursschwäche, in der sich die Spreu vom Weizen trennt, zeigt der Neue Markt das enorme Potential an innovativen Gründern in Technologiebranchen und technologieorientierten Dienstleistungen in Deutsch- land. Dennoch, Wirtschaftsverfassung und wirtschaftliche Institutionen in Deutschland sind immer noch innovations- und gründerfeindlich. Der Managerkreis schlägt deshalb vor: ? Die Förderung von Selbständgkeit und wirtschaftlicher Kompetenz in Bildung und Ausbildung, darunter auch eine Verkürzung der Studienzeiten. ? Die Schaffung eines flächendeckenden Netzwerkes von Gründerzentren, die eine "Rundum"-Betreung junger Unternehmen anbieten. ? Die Bereitstellung von Eigenkapitalhilfen nach dem Motto der "Hilfe-zur-Selbsthilfe" für Gründer in den traditionellen Branchen der Mittelstandes (old economy), während Wagniskapital (venture capital) in den Technologiebranchen ausreichend zur Verfügung steht. ? Die steuerliche Gleichbehandlung von Aktienoptionen durch die Einführung der Wahl- möglichkeit zwischen vorgelagerter Besteuerung auf der Basis des Nennwertes oder nachgelagerter Besteuerung zum halben Steuersatz. ? Die Beseitigung von Wettbewerbshemmnissen, wie z.B. Rabattgesetz und Zugabeverord- nung. ? Steigerung der Attraktivität der Arbeit in Deutschland für ausländische Fachleute in Mangelberufen sowie Anpassung der Arbeitsschutzgesetzgebung an moderne Arbeitserfor- dernisse. ? Reform der Handwerksordnung und Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in den Kammern. ? Revitalisierung des Servicecharakters der Handwerkskammern und IHKs im Hinblick auf Unternehmensgründer sowie Reduzierung der Beiträge für Jungunternehmer. ? Nutzung der Infrastruktur der IHKs für Gründerzentren.

Grundsätzlich lehnt der Managerkreis Programme zur Förderung von Einzelunternehmen ab. Wichtig ist es vor allem, die Rahmenbedingungen für eine innovative Gründerkultur zu verbessern, um langfristig Wachstum und Beschäftigung sicherzustellen.

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