Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Abstract aus der Digitalen Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Umstellung auf eine ökologischorientierte Produktions- und Organisationsweise in Betrieben bringt unternehmerischen Gewinn und Wettbewerbsvorteile, steigert die Effizienz, erhöht die Akzeptanz in der Öffentlichkeit und fördert die Motivation der Mitarbeiter. Herzstück jeder betrieblichen Umorientierung - auch der ökologischen - ist natürlich die Effizienzsteigerung. Einsparungen auf der Input-Seite (z.B. geringerer Rohstoff- und Energieverbrauch) sind dabei eine zentrale Steuerungsgröße, jedoch nicht die einzige. Für Unternehmen spielt es keine Rolle, wie Gewinn erwirtschaftet wird. Mit Least-Cost-Planning in US-amerikanischen Energiewirtschaftsunternehmen statt kapitalintensiver Kapazitätserweiterungen durch Energieeinsparprogramme (z.B. Wärmedämmung) höhere Gewinne erzielt. Nega-Produkte ist ein weiteres Schlagwort in diesem Zusammenhang: werden Produkte oder Dienstleistungen erst gar nicht erstellt (unterproportional steigender Warenumsatz) und der ökologische Faktoreinsatz überproportional gesenkt, verbessert sich die Ertragslage des Unternehmens trotz geringeren Umsatzwachstums.

Effizienzsteigerungen lassen sich jedoch nicht nur auf der Input-Seite, sondern auch auf der Output-Seite, der Abfallregulierung, durch eine systematische Erfassung der Abfallströme erreichen. Das drastische Ansteigen der Abfallbeseitigungskosten und die generelle Festlegung der Rücknahmepflichten ab 1996 können z.B. durch die Konstruktion und Entwicklung von demontagefreundlichen Produkten und den Einsatz von sortenreinen sowie Altmaterialien umgangen werden. So werden nicht nur Gebühren gespart, sondern durch neue Produktlinien und Verfahrensweisen auch Wettbewerbsvorteile erzielt und neue Märkte erschlossen. Für die betriebliche Umsetzung solcher Maßnahmen gibt es bereits eine Reihe von betriebswirtschaftlichen Verfahrensweisen, die unter dem Stichwort Umwelt-System-Management zusammengefaßt sind. Mit den jährlichen Öko-Audits ist eine Erfassung aller Stoff- und Energieströme und eine Bewertung der ökologischen Situation im Betrieb möglich. Die Veröffentlichung solcher Berichte geben dem Unternehmen zusätzlich noch die Information, wie es im Wettbewerb gegenüber anderen Unternehmen abschneidet.

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