FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Wojtkowski, Paul (*20.12.1892 - †14.4.1960)

Geb. in Wollstein (Posen), Sohn eines Schneidermeisters. Volksschule, Laufbursche, Lehre als Schlosser in Berlin-Lichtenberg, 1910 Mitgl. des DMV, Wanderschaft in Belgien und den Niederlanden, 1913 Mitgl. der SPD, 1917 der USPD, 1920 der KPD, Org.- bzw. Polleiter im Stadtteil 30 in Essen und Mitgl. der KPD-UB-Leitung und der Fraktionsleitung des Metallarbeiterverbandes in Essen; 1922-27 Vors. der kommunist. Fraktion der Metallarbeiter Ruhrgebiet und Niederrhein. Leiter des UB Essen, später Leiter der UB Bochum und Hamm/Westfalen, zeitw. Mitgl. des Sekr. der BL Ruhrgebiet; Kursant der Internationalen Lenischule in Moskau, anschl. ZK-Instrukteur in Oberschlesien, später dort Polleiter; 1928-33 MdL Preußen; ab 1933 illeg. Arbeit in Oberschlesien und Schlesien, ab April 1933 im Raum Magdeburg, Ende April 1933 festgenommen, 1938 erneut verhaftet, bis 1945 KZ Buchenwald; Juli 1945 Leiter der Abteilung Verwaltung und Wirtschaft bzw. Arbeit und Sozialfürsorge in der KPD-Landesleitung Thüringen, Mitbegr. des FDGB Thüringens, Anfang 1946 Instrukteur des ZK der KPD in Hamburg, bis September 1947 Leiter des KPD-Zonenbüros, anschl. Leiter der Abteilung Gewerkschaften in der SED-Landesleitung Thüringen, ab Aug. 1949 1. Vors. des FDGB-LV Thüringen, ab 1953 Vors. des RdK Nordhausen.
A.H.