FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Wachtel, Max (*14.3.1896 - 15.10.1963)

Geb. in Kiel als Sohn eines Büroangestellten, Volksschule; Lehre als Tischler; 1911-29 als Tischler tätig; 1919 Mitgl. des DHV, 1917 der USPD, 1918/19 Mitgl. der Volksmarinedivision; 1920 Mitgl. der KPD; 1920-29 Betriebsrat; bei General-Motors 1929 Ausschluss aus dem DHV, anschl. hauptamtl. RGO-Funktionär, u.a. Leiter der Abt. Betriebsräte Berlin-Brandenburg, Vors. des Betriebsräteausschusses Berlin, stellv. Vors. des Initiativkomitees der Betriebsräte Deutschlands, Mitgl. des engeren Sekr. der RGO Berlin-Brandenburg; Instrukteur der KPD-BL Berlin-Brandenburg; 1933/34 KZ Sonnenburg; illeg. Arbeit; 16.6.1936 in Berlin verhaftet, 22.9.1937 vom 2. Senat des VGH zum Tode verurteilt (begnadigt zu lebenslänglicher Zuchthaushaft), bis 1945 ZH Brandenburg-Görden; 1945 Mitgl. der KPD, 1946 der SED; 1945/46 Leiter der Polizeiinspektion Berlin-Charlottenburg, durch britische Militärregierung der Funktion enthoben, anschl. sechs Wochen Leiter der Polizeiinspektion Berlin-Mitte; Juni/Juli 1946 Sekretär des FDGB, Juli 1946-Juni 1950 Vors. des ZV der IG Holz; 1947-50 Mitgl. des FDGB-BuV; 1950-52 Hauptgeschäftsführer HO Möbelhaus, 1952-61 Kaderleiter versch. Ost-Berliner Betriebe. (VEB Ausbau, VEB Rohrleitungsbau, VEB Vergaser, VEB Osthafenmühle).
A.H.