FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Steinführ, Paul (*30.9.1900 - 3.4.1983)

Geb. in Freienwalde/Kreis Saatzig in Pommern als Sohn eines Steinmetzes, 1901 Übersiedlung nach Berlin, Volksschule, Laufbursche, Lehre und Arbeit als Portefeuiller, 1919 Mitgl. des Sattler-, Tapezierer- und Portefeuillerverbandes, 1923 der SPD, zeitw. Mitgl. der Ortsverwaltung Berlin und des geschäftsf. Hauptvorstandes des Sattler-, Tapezierer- und Portefeuillerverbandes; 1931-44 Heimarbeiter, 1944 Wehrmacht, 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft; 1945 Mitgl. der SPD, 1946 der SED, ab 1946 Mitgl. des ZV der IG Leder, ab 1947 2. Vors. des ZV der IG Leder, 1949 wg. „Unfähigkeit“ und „Nurgewerkschaftertums“ Abberufung aus der Funktion; Lehrgang an der Landesgewerkschaftsschule in Leipzig anschl. wieder Angest. des ZV der IG Textil, Bekleidung und Leder, zunächst Produktionszweigleiter, dann Org.-Instrukteur, Leiter des Sekr. bzw. stellv. Leiter der Abt. Organisation des ZV.
A.H.