FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Schreiber, Arthur (*20.1.1893 - 10.10.1960)

Geb. in Niederwürschnitz (Sachsen), Sohn einer Arbeiterfamilie, lernte und arbeitete als Bergmann. 1909 Mitgl. der Arbeiterjugend, 1913 der SPD ein, 1914 Soldat, 1915 verwundet, 1917 erneut an die Front, Sommer 1918 Desertion, aktive Mitarbeit in der USPD und im Spartakusbund, Mitgl. des Arbeiter- und Soldatenrats. Ab Januar 1919 wieder im Bergbau tätig, 1923 Leiter des KPD-UB Oelsnitz, ab 1926 Abg. des Sächsischen Landtags, wg. „Rechtsabweichung“ im Jan. 1929 Ausschluss aus der KPD, Funktionär der Chemnitzer KPO-BL; nach 1933 illeg. Arbeit, ab 1938 Arbeiter in einer Chemnitzer Maschinenfabrik, Aug. 1944 verhaftet, bis April 1945 KZ Sachsenhausen; Ende Mai 1945 Aufbau der Stollberger „Notgemeinschaft“ sowie der IG Bergbau, später 2. Vors. des ZV der IG Bergbau; 1946 Mitgl. der SED, wg. „antisowj. Konspiration“ Abberufung aus dieser Funktion, 1950 vorzeitig in Rente geschickt.
A.H.