FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Schallock, Richard (*3.6.1896 - 10.9.1956)

Geb. in Strasburg in Westpreußen als Sohn eines Gerichtsvollziehers, Volksschule, Präparandenanstalt und Lehrerseminar, Okt. 1915-17 Soldat im I. WK, schwere Verwundung, Beinamputation, 1918 1. und 1920 2. Lehrerprüfung, 1919-33 Lehrer in Köslin, Mitgl. der SPD, 1924-33 Stadtverordneter in Köslin, 1932/33 stellv. Stadtverordnetenvorsteher, 1928-33 MdL Preußen, bis 1933 Vors. des SPD-BV Ostpommerns, 1919-21 Mitgl. im Landesvorstand des Preußischen Lehrervereins und des Preußischen Junglehrer-Verbandes, 1930-33 1. Vors. im Hauptvorstand der „Allgemeinen Freien Lehrergewerkschaft Deutschlands“, Juni-Aug. 1933 Verhaftung, Berufsverbot, Versicherungsvertreter, 1944 erneute Verhaftung; Mai/Juni 1945 Bürgermeister von Köslin, Juli 1945-48 Mitbegr. des Verbandes der Lehrer und Erzieher im FDGB Groß-Berlin, Jan. 1947-April 1948 stellv. AL in der Deutschen Zentralverw. für Volksbildung, 1946 Mitgl. der SED, Juni 1946-Dez. 1949 1. Vors. der Gew. Unterricht und Erziehung (zunächst ehrenamtl., ab Mai 1948 hauptamtl.), April 1947-50 Mitgl. des FDGB-BuV, März 1949-Nov. 1951 Minister für Volksbildung in Sachsen-Anhalt, Rücktritt aus Gesundheitsgründen, ab 1949 Mitgl. des SED-LV Sachsen-Anhalt, zeitw. auch 2, Vors. des DSF-LV Sachsen-Anhalt.
A.H.