FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Nohr, Karl (*11.4.1905 - 28.4.1973)

Geb. in Fermersleben/Magdeburg als Sohn eines Gießereiarbeiters, Volksschule, Lehre und Arbeit als Vulkaniseur, Kernmacher und Dachdecker; 1923 Mitgl. des KJVD, 1925 Mitgl. der KPD; 1930-33 Org.-Ltr. der „Liga für Mutterschutz“ in Magdeburg; 1933 Emigration nach Frankreich, Sept. 1933-April 1935 Sekretär/Archivar bei dem Sexualforscher Prof. Magnus Hirschfeld; 1935-39 polit. MA der RH in Frankreich; 1939-42 interniert, 1942-45 Angeh. der britischen Armee, Jan. 1945 entlassen, anschl. Maler in einer US-Einheit in Algerien, Aug. 1945 nach Frankreich, Okt. 1945 Rückkehr nach Deutschland; 1946 Mitgl. der SED; 1945-49 Vors. des FDGB-KV Magdeburg, 1949/50 Leiter der Org.-Abt. und Mitgl. des FDGB-BuV; 1950/51 Referent in der Abt. für Arbeit und Sozialfürsorge/Wirtschaftsabt. des ZK der SED; 1952-60 polit. MA beim FDGB-BuV, 1958-60 MA im WGB in Prag; ab 1960 MA des MfAA, Febr. 1960-Febr. 1961 zeitw. Leiter der Vertretung/Botschafter der DDR in Guinea, 1961-63 Botschafter der DDR in der DR Vietnam, 1963-68 wiss. MA an der FDGB Hochschule „Fritz Heckert“ in Bernau.
A.H.