FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Krüger, Ernst (*9.1.1895 - 26.10.1970)

Geboren in Eberswalde als Sohn eines Lackierers, Volksschule, Lehre und Arbeit als Metallarbeiter und Schlosser; Mitgl. des DMV; 1915-18 Soldat im I. WK; 1918 Mitgl. der USPD, 1920 der KPD; 1920 Eintritt in die preußische Polizei (Hilfswachtmeister); Febr. 1921 Dienstbeendigung; 1921-26 Schlosser in Berlin; 1923/24 Sekretär für Betriebsräte bei der KPD-BL Hessen-Waldeck; 1924 Verhaftung, Verurteilung zu neun Monaten, Haft im ZH Kassel-Wehleiden; 1926/27 Polleiter der KPD in Berlin-Moabit; ab 1925 Abg. der BVV Berlin-Lichtenberg; 1928/29 Sekretär für den Hauptbezirk Nord (Sitz Eberwalde) der KPD-BL Berlin-Brandenburg, 1929 Sekr. in der Org.-Abt. der KPD-BL Berlin-Brandenburg bzw. Instrukteur der BL für den Land- und Forstarbeiterverband der RGO; 1928/29 Stadtverordneter in Eberswalde und ab 1929 Abg. des Brandenburg. Provinziallandtages; 1932/33 im Auftrag des ZK der KPD Wahlinstrukteur für Oldenburg, anschl. Redakteur der Kasseler Parteizeitung; ab Febr. 1933 illeg. Arbeit, 28.7.1933 in Brandenburg inhaftiert, KZ Brandenburg/Havel, Verurteilung zu zweieinhalb Jahren, Haft im ZH Luckau; 1936 Emigr. in die CSR, Dez. 1936 nach Spanien, Angeh. der Internat. Brigaden; Juli 1938 Rückkehr nach Frankreich, Sept. 1939 interniert, Mai 1941 Emigr. nach Mexiko, über Trinidad in die USA; MA und Geschäftsführer der Zeitung The German American; Okt. 1946 Rückkehr nach Deutschland, Mitgl. der SED; 1947-50 Mitgl. und Sekretär des FDGB-BuV, ab 1949 Mitgl. des geschäftsf. FDGB-BuV, 1948/49 GS des FDGB; 1948-50 MdVR bzw. MdV; ab 1949 Mitgl. des SED-LV Groß-Berlin und zeitw. auch Mitgl. des Sekr. der Landesleitung; ab 1.12.1950 Magistratsdir. für Materialversorgung von Groß Berlin; später Werkleiter des VEB „Schnitt und Formenbau“ in Berlin-Köpenick, zuletzt Personalleiter bei den VEB Berliner Wasserwerken in Berlin-Friedrichshagen; später auch ehrenamtl. Vors. der Revisionskommission des Zentralausschusses für Jugendweihe der DDR.
A.H.