FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Küchel, Ludwig (*29.1.1900 - 7.10.1977)

Geb. in Lambrecht/Pfalz, als Sohn eines Drehers, Volksschule, Weberlehre, 1913 Mitgl. der Gew., 1919 der USPD, 1922 der KPD, wegen gewerkschaftstakt. Fragen 1925 Austritt und Mitglied der SPD; 1. Vors. des DTV in Lambrecht, 1. Vors. des Betriebs- und Arbeiterrates der größten Tuchfabrik in Lambrecht, 1. Vors. der Freien Turnerschaft, 1. Vors. des Arbeiter-Sportkartells für Lambrecht und Umgebung nach Absolvierung eines Fernkursus an der Wirtschaftsschule in Düsseldorf, ab 1.6.1929 Sekretär in der Betriebsräte- und Rechtsabteilung des Hauptvorstandes des DTV; ab 1933 illeg. Arbeit mit Kollegen aus dem DTV, am 1.4.1933 verhaftet, SA-Gefängnis, General-Pape-Str. in Berlin-Tempelhof, nach fünf Tagen entlassen, 28.3.1938 erneut verhaftet, schwere Misshandlungen, nach sechs Monaten entlassen, Kammergericht lehnte Verfahrenseröffnung ab; 30.9.1939 erneute Verhaftung, 27.9.1940 Verurteilung durch SG Dresden zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis; Haft im Gefängnis Bautzen, anschl. Gestapoaufsicht; 1945 Mitgl. der KPD, 1946 der SED und des FDGB, 1946-50 1. Vors. des ZV der IG Textil, 1947 Mitgl. des FDGB-BuV, ab 1949 Mitgl. des geschäftsf. FDGB-BuV; Austritt aus der SED, Flucht in die Bundesrepublik; 1.4.1951-65 Rechtssekretär beim DGB in Kaiserslautern.
A.H.