FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Jahnke, Willi (*29.8.1906 - 1.1.1992)

Geb. in Berlin-Neukölln als Sohn eines Bauarbeiters, Volksschule und Gymnasium (bis Unterteria als Förderschüler), kaufm. Lehre und Arbeit als Angest. u.a. bei der „Allianz-Versicherung“, 1932 als „roter“ Betriebsrat entlassen, 1922 Mitgl. der Gew., 1926 Mitgl. der KPD, 1932-34 Mitgl. der RGO-Reichsleitung; ab 1933 illeg. Arbeit, 29.1.1934 Verhaftung, April 1934 Verurteilung durch das Kammergericht Berlin wg. „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu dreieinhalb Jahren ZH, Haft im ZH Brandenburg und in den KZ Buchenwald und Sachsenhausen, 29.8.1938 Entlassung; Arbeit als Bauarbeiter und kaufm. Angest.; Dez. 1939 vier Wochen Haft im Polizeipräsidium Berlin, 3.2.1943 Einberufung zum Strafbataillon 𠞇“, Einsatz in Griechenland und Ägypten, 1945-47 britische Kriegsgefangenschaft in Ägypten; 11.2.1947 Rückkehr nach Deutschland, Mitgl. der SED, MA des FDGB-BuV; 1949/50 stellv. Vors. der VAB Sozialversicherung; 1950/51 Studium an der PHS; 1951-55 Geschäftsführer des Rates der SVA Ost-Berlin; 1955-59 Bürgermeister und Vors. des Rates des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg; 1955-62 Fernstudium, Staatsexamen; 1959-64 Staatssekretär und 1. Stellv. des Ministers für Gesundheitswesen; zeitw. Mitgl. des Präs. des FDGB-BuV; 1964-69 erneut Bürgermeister von Berlin Prenzlauer-Berg; ab 1972 Vorsitzender des Bezirksausschusses Berlin der Volkssolidarität.
A.H.