FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Groh-Kummerlöw, Grete (*6.2.1909 - 16.2.1980)

Geb. in Plauen/Kreis Zwickau als Grete Groh, Tochter einer Arbeiterfamilie, Volks- und Berufsschule; 1924-45 Textilarbeiterin, 1925 Mitgl. des DTV, 1927 des KJVD, 1930 der KPD; 1930-33 MdL Sachsen (jüngste Abg. in ganz Deutschland); 1931-33 Org.-Leiterin des KJVD in Sachsen; 1933 illeg. Arbeit als KJVD-Instrukteurin, 28.6.1933 Verhaftung in Bitterfeld, „Schutzhaft“, 8.6.1934 Verurteilung durch das OLG Dresden wg. "Vorbereitung zum Hochverrat" zu einem Jahr und acht Monaten ZH, Haft im ZH Waldheim, nach Entlassung Arbeit als Textilarbeiterin; 1941-44 Hausfrau; Kontakte zur Widerstandsgruppe um Anton Saefkow, Aug. 1944 erneut inhaftiert, Anklage wg. „Vorbereitung zum Hochverrat“, Febr. 1945 Transport nach Potsdam zum VGH; April 1945 Befreiung durch die Rote Armee; 1945 Sekretärin für Betriebszellen der KPD-KL Plauen, 1946 Sekretärin des FDGB-KV Plauen; 1946 Mitgl. der SED; 1946-80 Mitgl. des FDGB-BuV, zeitw. auch Mitgl. des Präs., 1946-49 3. Vors. des FDGB-LV Sachsen; 1949-57 AL und Sekretärin des FDGB-BuV; 1946-49 MdL Sachsen; 1949 bzw. 1952 Studium an der SED-LPS Ottendorf bzw. BPS Liebenwalde; 1949-71 MdVR bzw. MdV; 1954-63 Stellv. des Präsidenten der Volkskammer, 1963-67 Mitgl. des Präs. der Volkskammer; 1950-57 Mitgl. des Generalrates des WGB; 1957/58 Sekretärin des ZV der IG Örtl. Wirtschaft, 1958-66 Sekretärin der FDGB-Fraktion der Volkskammer; 1967 Aufgabe der hauptamtl. Funktionen aus gesundheitl. Gründen, Gewerkschaftsveteranin.
A.H.