FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Beuster, Willi (*20.12.1898 - 15.12.1982)

Geb. in Bamme/Kreis Westhavelland als Sohn eines Landarbeiters, Volksschule, Lehre und Arbeit in den optischen Werken in Rathenow bzw. bei „Ruhnke“ in Berlin, später Eisenbahn- und Landarbeiter; 1913 Mitgl. der Arbeiterjugend, 1916 der Gew., 1917 der SPD, 1918 des Spartakusbundes, 1919 der KPD, Org.-Leiter und 1926-33 Mitgl. der KPD-BL Berlin-Brandenburg; zeitw. Stadtverordneter in Rathenow bzw. Abg. des KT Westhavelland; 1928/29 Reichsparteischule Berlin-Fichtenau; ab 1933 illeg. Arbeit, bis 1935 „Schutzhaft“, Columbiahaus und KZ Oranienburg; 1939 und 1944 erneute Inhaftierungen; Febr. 1945 Volkssturm, April-Dez. 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft in Polen; 1946 Mitgl. des FDGB und der SED, 1946/47 1. Vors. des LV Brandenburg der Gew. Land und Forst, 1948/49 1. Vors. des ZV der Gew. Land, Nahrungsgüter und Forst der SBZ; Nov. 1949 Abberufung aus polit. Gründen („mangelhafter Führungsstil, sozialdemokrat. Tendenzen“); 1950-52 Kulturleiter VEG Dechdow, 1952/53 Kulturleiter VEG Satzkorn; 1953-55 Bürgermeister der Gemeinde Zauchwitz; 1955-63 Leiter des Betriebsschutzes des Instituts für Landtechnik in Potsdam-Bornim; ab 1963 Rentner.
A.H.