FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Berger, Rolf (*14.5.1921 - 30.12.1978)

Geb. in Leipzig als Sohn einer Arbeiterfamilie, Volksschule; Lehre und Arbeit als Werkzeugdreher, 1942-45 Wehrmacht, Mai-Okt. 1945 brit. Kriegsgefangenschaft, Rückkehr nach Leipzig; Arbeit als Dreher; 1945 Mitgl. des FDGB; 1946 Vors. eines Betriebsrates, 1945 Mitgl. der KPD, 1946 der SED; 1947-50 Sekretär für Schulung des FDGB-Ortsvorstandes Leipzig; ab 1948 hauptamtlicher FDGB-Funktionär; 1951/52 Vors. des Ortsvorstandes Leipzig der IG Metall, 1952 Vors. des BV Leipzig, 1953-57 und 1960/61 Vors. des ZV der IG Metall; 1961-71 Mitgl. des Präs. und Sekr. des FDGB-BuV sowie Stellv. des Vors. des BuV des FDGB; 1957-60 Studium an der PHS, Diplom-Gesellschaftswissenschaftler; 1963-71 MdZK der SED; 1964 Prom. zum Dr. rer. oec. an der HfÖ Berlin-Karlshorst; Juni 1971 auf Beschluss des Sekr. des ZK der SED, „Wegen ernster Mängel in seiner Leitungstätigkeit, insbesondere bei der Durchführung der Parteilinie in den Gewerkschaften sowie infolge starker Mängel in der Kollektivität der Arbeit“ Entbindung von allen Funktion; 1971-75 Arbeit als Dir. in einem Betrieb des Metallurgiehandels in Berlin/DDR; ab 1976 wiss. MA am Bezirksinstitut für Veterinärwesen in Frankfurt/Oder; Vors. des Ausschusses der Nationalen Front im Gemeindeverband Klosterfelde.
A.H.