FDGB-Lexikon, Berlin 2009


Albrecht, Willi (*12.9.1896 - 21.1.1969)

Geb. in Erfurt als Sohn eines Fleischers, Volksschule, Lehre und Arbeit als Bau- und Maschinenschlosser, zeitw. Betriebsrat, 1917 Mitgl. des DMV, 1918 der USPD, 1920 der KPD, Mitgl. der KPD-BL Erfurt; Mitgl. des Erfurter ADGB-Kartells; 1923/24 und 1929 polit. Haft; 1931 Ausschluss aus dem DMV, Vors. des RFB in Erfurt, 1931-33 RGO-Bezirksleiter für Thüringen, 1930-33 Stadtverordneter, 1933 illeg. Arbeit, 17.5.1933 Verhaftung in Berlin, 1933/34 „Schutzhaft“ u.a. KZ Lichtenburg, April 1934 entlassen, anschl. Arbeit als Heizungsmonteur bei der Firma „Schirmer & Bartholomäus“ in Erfurt; 1944 erneut Haft, KZ Buchenwald; 1945/46 Mitgl. der KPD-BL Thüringen, Mitbegr. des FDGB in Thüringen, 1946 Mitgl. der SED, 1945 Leiter des Erfurter Arbeitsamtes bzw. des Landesamtes für Arbeit und Sozialpolitik Thüringen, 1945-49 1. Vors. des FDGB-LV Thüringen, zeitw. auch Mitgl. des SED-LV und des Sekr., 1946-50 MdL Thüringen, 1948/49 Mitgl. des Deutschen Volksrates; ab 1.7.1949-22.11.1950 Minister für Arbeit- und Sozialfürsorge in Thüringen; 1946-63 Mitgl. des FDGB-BuV, 1951-58 Vors. des ZV der Gew. Verwaltung, Banken und Versicherungen (VBV), 1958-60 Vors. der Gew. Staatliche Verwaltungen, Gesundheitswesen und Finanzen; April 1960-64 GS der „Internationalen Vereinigung der Werktätigen des Öffentlichen Dienstes und verwandter Berufe“, 1961-65 Mitgl. des Exekutivkomitees des WGB.
A.H.